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MGV und Gäste aus Gomel musizieren Kontrastreiches Musikvergnügen in Melle

Von Petra Ropers | 16.06.2016, 13:05 Uhr

Bunte Trachten und farbenfrohe Klangbilder vereinten sich in der St. Matthäus-Kirche zu einem abwechslungsreichen Musikvergnügen: Beim Benefizkonzert präsentierten sich der MGV Liedertafel Altenmelle und seine musikalischen Gäste bestens aufgelegt.

Bereits seit 16 Jahren besteht die Freundschaft zwischen den Chören aus Altenmelle und aus Gomel. Nach mehreren gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Konzerten fand nun erneut ein kleines Ensemble aus Gomel den Weg nach Melle. Und darüber freuten sich mit den Sängern der Liedertafel auch die vielen Besucher in der St. Matthäus-Kirche. Denn ihnen bot sich ein kurzweiliges und an interessanten Kontrasten reiches Programm dar.

Sehr ausdrucksstark

Schon die ersten Takte ließen aufmerken: Ausdrucksstark präsentierte sich der MGV unter der Leitung von Viktor Liebrecht mit dem machtvollen Klang des „Conquest of Paradise“. Für die Musikfreunde stellte die gut eingestimmte Liedertafel eine gelungene Mischung aus fröhlichen Weisen und ruhigen Harmonien zusammen. Dabei überzeugte der MGV in der hervorragenden Akustik des alten Teils der Kirche mit wandlungsfähiger Dynamik, präziser Intonation und einem vollen Klangbild.

Heiter führten die Sänger mit Danyel Gérards „Butterfly“ zurück in die 70er Jahre. Geheimnisumwoben zogen in deutscher Übersetzung Bruce Lows „Ghost Rider“ durch die Kirche. Augenzwinkernd und wortwörtlich mit Pfiff flirteten die Sänger auf den Spuren von Udo Jürgens mit „Anunschka“. Vom beschwingten „Sonnenwalzer“ bis zum poppigen „Santiano“ spannte der MGV seinen klangvollen Bogen.

Bunte Trachten

Für optischen und akustischen Farbtupfer sorgten die Gäste aus Gomel , die in ihren bunten Trachten mit Blumen in Haar und volkstümlichen Liedern in ihrer Muttersprache auf den Lippen begeisterten. Mit Witz und Charme präsentierten sie Lieder von ausgelassener Lebensfreude und ansteckender Rhythmik. Und nicht erst beim bekannten „Kalinka“ klatschten die Musikfreunde fröhlich mit.

Die gemeinsam mit dem MGV intonierte Weise „Kein schöner Land“ bildete den Abschluss zumindest des offiziellen Programms. Doch die Besucher ließen die Liedertafel nicht ohne eine Zugabe ziehen. Die zarte Romantik von „‘s ist Feierabend“ verzauberte noch einmal mit ausgewogenen, sorgsam ausgekosteten Harmonien. „Welch ein Geschenk ist ein Lied!“ An dieser musikalischen Aussage vom Konzertbeginn konnte nach mehr als anderthalb klangvollen Stunden kein Zweifel mehr bestehen.