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Laub raschelt unter den Schuhen Über 400 Menschen bei 7. Meller Wandertag in Oldendorf unterwegs

Von Christina Wiesmann | 08.10.2018, 17:05 Uhr

Sonnenschein und blauer Himmel: Zum siebten Meller Wandertag kamen am Sonntag mehr als 400 Wanderer. Auf fünf verschiedenen Strecken erkundeten die Wanderfreunde den Stadtteil Oldendorf, der sich in herbstlichem Gewand von seiner besten Seite präsentierte.

Um acht Uhr am Morgen gingen die ersten Wanderer auf die 15-Kilometer-Strecke. Da war es noch ein wenig diesig und vor allem frisch. Eduard Meyer zu Eißen, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Westerhausen-Föckinghausen, scherzte bei der Begrüßung auf dem Hof der Familie Meyer zu Westerhausen: „Ihr werdet sicherlich unterwegs alle ein wenig warm werden.“

Mit dem Signal „Aufbruch zur Jagd“ setzten die Jagdhornbläser des Hegeringes Oldendorf den Startschuss und die Gruppe, sie sich für die längste Etappe entschieden hatte, setzte sich in Richtung Westerhausener Berg in Bewegung.

„Erfahrungsgemäß ist die zehn-Kilometer-Gruppe die stärkste“

Später starteten dann die Wanderer, die zehn oder aber nur fünf Kilometer laufen wollten. Auch die Familienwanderung mit überschaubaren drei Kilometern nahm ihren Anfang auf dem Hof der Familie Meyer zu Westerhausen. „Erfahrungsgemäß ist die zehn-Kilometer-Gruppe die stärkste“, berichtete Ulrike Bösemann vom Amt für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus über die Gruppe, der rund 150 Wanderer angehörten. Mehr als 40 Geo-Cacher begannen ihre GPS-Schnitzeljagd hingegen am Heimathaus.

Rehe hüpften im Sonnenlicht durch Sonnenblumenfelder

Alle Gruppen waren mit Karten und Proviant ausgestattet, zudem wurden sie von Wanderführern begleitet. Dafür bekam der Heimat- und Verschönerungsverein, der den 7. Meller Wandertag zusammen mit dem Amt für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus organisiert hatte, Unterstützung vom TSV Westerhausen-Föckinghausen und von der Sportvereinigung Oldendorf.

Einig waren sich Wanderer und Organisatoren vor allem in puncto Wetter: Der herbstliche Grönegau zeigte sich von seiner besten Seite, Rehe hüpften im Sonnenlicht durch Sonnenblumenfelder und buntes Laub raschelte unter den Wanderschuhen – einfach perfekt.

Ziemlich perfekt war dann auch der gesellig-gemütliche Abschluss des Wandertages auf dem Hof Trimpe. Da gab es Erbsensuppe und Bockwurst, Kuchen und Stullen zur Stärkung. Außerdem eine Trecker- und Landmaschinenausstellung und die Möglichkeit, selbst gefertigte Wollwaren von der vereinsinternen Handarbeitsgruppe zu erwerben. Musikalisch umrahmte der Posaunenchor Oldendorf unter der Leitung von Birgit Wierspecker den Wandertags-Ausklang.

„Ich freue mich sehr, in diese große Runde schauen zu dürfen“

In seinem Grußwort freute sich Stadtrat Andreas Dreier über den gelungenen Tag: „Mehr als 400 Wanderer sind in Landschaft und Natur vereint. Und wie kann man unsere schöne Landschaft in Melle besser erleben als zu Fuß?“ Er dankte dem Organisatoren-Team und den mehr als 80 Helfern für die „perfekte Planung und Durchführung“. Oldendorfs Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn schloss sich dem herzlichen Dankeschön nur zu gerne an: „Das war ein ganz toller Tag!“ Dass die Wanderer mit Freude am gemeinsamen Abschluss teilnahmen, gefiel auch Eduard Meyer zu Eißen. „Ich freue mich sehr, in diese große Runde schauen zu dürfen“, sagte er und blickte in die Gesichter von mehreren Hundert Wanderern, die sich in der urigen Scheune des Hofes Trimpe eingefunden hatten.

Und weil der Meller Wandertag auch noch in Melle-Mitte Station machen wird, reichte der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins Westerhausen-Föckinghausen den Staffelstab an Stefan Muhle, den Vorsitzenden des Meller Verschönerungs- und Verkehrsvereins (VVV), weiter. Am 6. Oktober 2019 findet der Meller Wandertag dann in der Mitte des Grönegaus statt. Die Wimpelwanderung, in deren Rahmen der Wandertagswimpel vorab ins Stadtzentrum gebracht wird, ist für den 28. April 2019 angesetzt.