Ein Artikel der Redaktion

Krosse Kruste und saftige Krume Westhoyeler Mühlenbrot ist ein rustikaler Genuss

08.07.2015, 15:30 Uhr

Die Flügel des Westhoyeler Wallholländers drehen sich mehrmals im Jahr zum Mahl- und Backtag. Dann wird in der Mühle das Korn zu Mehl vermahlen und im urigen Backhaus nebenan entsteht frisches Backwerk.

„Am Dienstag haben wir angeheizt“, erzählt Beate Barmeier vom Verein zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle am darauffolgenden Sonntag. Sie steht an einer betagten Waage und teilt mit gekonntem Blick Teigstücke vom großen Batzen ab. Der Teig für das Roggenmischbrot kommt frisch aus dem Hubkneter von 1952. Etwa 750 Gramm Teig ergeben ein Brot.

Heiß ist es im Backhaus, in dem Beate Barmeier mit ihren Vereinskollegen Tanaja Niehaus, Frank Kihl, Christian Guder, Brigitte Berndt und „Geselle“ Justus Bobbenkamp leckeres Backwerk herstellt. Das Backen wie anno dazumal ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Doch das Team ist gut eingespielt, jeder hat seine Aufgabe, jeder Handgriff sitzt.

Im Backofen backen bei mehr als 300 Grad die Brote. Nicht nur Roggenmischbrot ist bei den Besuchern der Mahl- und Backtage beliebt, auch Vollkornbrot, Weißbrot und süßer Butterkuchen kommen an.

Aber was ist eigentlich das Besondere am frischen selbst gebackenen Stuten aus dem Westhoyeler Backhaus? „Hier wird mit ganz anderen Temperaturen gebacken, als zuhause“, weiß Christian Guder über das rustikale Feuer mit Buchenholz, „die Temperatur ist nicht regulierbar.“

Sein Kollege Frank Kihl, der die Laibe gekonnt in Form bringt ergänzt: „Das Besondere ist auch der Geschmack. Wir nehmen nur gute und natürliche Zutaten und absolut keine Konservierungsstoffe.“

Die frischen Brote, die Justus Bobbenkamp aus dem Backrohr holt riechen himmlisch. Und sie begeistern mit einer krossen Kruste und einer saftigen Krume. Das wissen auch die Besucher der beliebten Mahl- und Backtage, die häufig „Wiederholungstäter“ sind und sich gerne ein noch dampfendes Brot oder ein Stück vom warmen Butterkuchen als leckere Erinnerung mitnehmen.

Der nächste Mahl- und Backtag und somit die Gelegenheit, das selbst gebackene Mühlenbrot zu probieren, ist am Sonntag, den 26. Juli in der Zeit von 11 bis 16 Uhr.