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Kommentar Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht

Meinung – Kirsten Muck | 14.06.2016, 14:09 Uhr

Der Naturerlebnispfad im Zwickenbachtal regt zum Entdecken und Forschen an. Er macht aufmerksam auf den natürlichsten Spielplatz direkt vor der Haustür. Warum Familien wieder mehr Zeit auf diesem Spielplatz verbringen sollten.

Welches Kind kann noch ein Buchenblatt von einem Eichenblatt unterscheiden? Welches Kind läuft noch barfuß durch den Wald oder durchs Flussbett? Die traurige Antwort lautet: nur noch wenige. Denn die meisten Kinder verbringen viel zu wenig Zeit in der Natur. Dabei sind die Wälder, Felder und Wiesen der natürlichste Spielplatz, den man finden kann. Dort können Kinder ungestört toben, entdecken, forschen und lernen. Mithilfe des Naturerlebnispfads können Familien ein Stück dieses Spielplatzes wieder für sich entdecken. Vielleicht animiert er sogar dazu, regelmäßiger in den Wald zu gehen und die gelegentlichen Auszeiten dort zu suchen anstatt vor dem Fernseher oder der Spielekonsole. Für die Kinder und Jugendlichen wäre das wichtig. Für die Eltern auch. Und es liegt so nah, den Wald vor Ort zu erkunden. Doch manchmal sieht der Mensch den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wie gut, dass der Heimat- und Verschönerungsverein und das Gymnasium den Mellern die Augen öffnet für das Kleinod direkt vor der Haustür.