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In der Rolle eines Abgeordneten Niklas Schulke aus Melle bei „Jugend und Parlament“

Von PM. | 28.06.2016, 19:39 Uhr

Niklas Schulke (20) aus Melle hat auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten André Berghegger am Planspiel „Jugend und Parlament“ des Bundestages teilgenommen.

Aufgabe der 315 Jugendlichen aus ganz Deutschland war es, das parlamentarische Verfahren in Berlin realitätsnah darzustellen. Dazu schlüpften die Teilnehmer im Alter von 16 bis 20 Jahren in die Rollen von Abgeordneten und setzten sich mit Gesetzesentwürfen und der Ausweitung von Bundeswehreinsätzen auseinander.

Gerade noch 20 – Minuten später schon 40 Jahre alt

Nach der Einarbeitung in die fiktive Rolle des Abgeordneten Alexander Brandt – ein 40-jähriger Familienvater aus Baden-Württemberg und Inhaber eines Familienbetriebes – hieß es für Schulke und die anderen Jungparlamentarier in Landesgruppen, Fraktionssitzungen und Arbeitsgruppen personelle Entscheidungen zu treffen und über die Gesetzesentwürfe zu diskutieren.

Schwierige Entscheidung

„Mein Schwerpunkt lag als Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union im Bereich der Auslandseinsätze“, berichtet Schulke über die schwierige Entscheidung, ob der fiktive Bundestag noch mehr deutsche Soldaten entsenden solle. „Am Ende haben wir uns mit breiter Mehrheit dafür entschieden, aber auch deutlich gemacht, dass alle EU-Länder sich beteiligen sollen – mit Streitkräften, Ausbildern oder auch Entwicklungshilfe“.

Verabschiedung durch den Bundestagspräsidenten

Zum Abschluss des Planspiels hieß es für 48 Redner der Spielfraktionen im Plenarsaal des Bundestages Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen.

Neben dem Planspiel gab es für die Jugendlichen die Möglichkeit, mit Fraktionenvertretern politische Geschehnisse zu diskutieren. Den Schlusspunkt setzte Bundestagspräsident Norbert Lammert, der die Teilnehmer persönlich verabschiedete.