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Highspeed bei der Rallye Grönegau Größtes Starterfeld aller Zeiten bei Meller Rallye

Von Petra Ropers | 04.06.2018, 20:02 Uhr

Mit Tempo durch das enge Tor, mit Highspeed über den Hof und mit einer coolen Drifteinlage wieder zurück auf die Straße: Spannung im Minutentakt bot am Samstag die elfte Auflage der Rallye Grönegau. Vor allem am Nadelöhr in Bennien waren einmal mehr spektakuläre Szenen garantiert.

Über 150 Fahrzeuge aus ganz Deutschland, den Niederlanden und sogar aus Schweden gingen vom Gelände der Firma Thomas Philipps aus zur Rallye 35 und zur Retro Rallye auf die Strecke. „Das ist das größte Starterfeld, das wir jemals hatten“, freute sich Klaus Kaja vom ausrichtenden AC Melle über die große Resonanz. „Darauf sind wir ziemlich stolz.“

Zu Recht, wie ein Blick auf das digitale „Schwarze Brett“ der Veranstalter zeigt: „Letztes Jahr waren wir total begeistert von der Veranstaltung. Deshalb kommen wir gern wieder“, kommentierte etwa das Team Klüver/Heintze aus Schashagen, das mit einem Citroen C2VTS an den Start ging.

Durchfahrt über einen Hof ist wohl deutschlandweit einmalig

Vor allem die Wertungsprüfung in Bennien steht bei den Fahrern hoch im Kurs. Schließlich ist die Durchfahrt über einen Hof wohl deutschlandweit einmalig. Und als wäre die Prüfung nicht schon anspruchsvoll genug, legten die Veranstalter diesmal noch eine Schippe drauf: Sie drehten die Fahrtrichtung kurzerhand um und stellten damit auch die vielen Stammfahrer auf der Strecke vor eine neue Herausforderung. Der enge Rundkurs durch Bennien darf bei keiner Rallye fehlen. Dafür sorgt schon die Nachbarschaft, die am dortigen Zuschauerpunkt in Eigenregie alljährlich ein regelrechtes Volksfest organisiert.

Überhaupt sei die Akzeptanz für die Rallye überwältigend, hob Klaus Kaja hervor. Das zeigt auch die große Zahl der Helfer: Über 400 Ehrenamtliche stellten sich bereitwillig in den Dienst des Rennsportereignisses, unter ihnen viele Helfer aus DRK und Feuerwehr. Ihnen allen galt der Dank nicht nur der Veranstalter, sondern auch des Bürgermeisters: „Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre diese Veranstaltung gar nicht denkbar“, betonte Reinhard Scholz. Er schwenkte pünktlich um 12.01 Uhr die Startfahne für das erste Fahrzeug.

Schöne Strecken, enge Passagen, scharfe Kurven, schnelle Sprintetappen

Bereits am Morgen fuhren die Teams die Strecke ab. Die Erkenntnisse, die Fahrer und Beifahrer dabei über Kurven, Engstellen und Geraden gewinnen, können über wertvolle Sekunden entscheiden – etwa bei der zweiten Wertungsprüfung, die von Hoyel aus diesmal auf neuer Route nach Schiplage führte. Landschaftlich schöne Strecken, enge Passagen, scharfe Kurven und schnelle Sprintetappen: Die abwechslungsreich gestalteten Wertungsprüfungen forderten Konzentration, Reaktionsvermögen und eine perfekte Abstimmung zwischen Fahrer und Beifahrer.

Den Sieg in der Rallye 35 trugen Dennis Rostek und Tobias Braun vom Team Pole Promotion & Gassner Motorsport auf Mitsubishi Lancer Evo X vor Axel Nörenberg/Colin Neurath vom MSC Emstal (auf BMW M3 CSL) und Sebastian Wolf/Andreas Luther (MC Eisenach) auf Mitsubishi Evo 10 davon.

Den Sieg in der Retro Rallye holten Rainer Schlesinger und Horst Diemer vom MSC Emstal vor Wolfgang und Fabian Michalsky vom ADAC Südbaden sowie Frank und Heike Schneider.