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Handgemacht im Grönegau Meller Marmeladen: fruchtig und mit viel Liebe

15.07.2015, 19:37 Uhr

Eine Marmelade mit Eierlikör gibt’s nicht? Das dachten anfangs auch Jutta Payne und Tochter Ann-Christine. Bis sie sich ein Rezept überlegten und merkten: „Das klappt ja doch ganz wunderbar!“

Zum Eierlikör gesellen sich noch süße Himbeeren und Rhabarber – eine Kombination, die nicht nur himmlisch riecht, sondern mindestens genauso schmeckt. „Wir haben überlegt, was passt zum Eierlikör“, verrät Ann-Christine Payne über die Himbeer- und Rhabarberwahl. Sie selbst ist Köchin, Mama Jutta arbeitet auf dem Markt und verkauft Obst und Gemüse. Dass sie Marmeladen selbst kochen, ist für sie also eine klare Sache. „Die selbst gemachte Marmelade schmeckt einfach viel besser“, erklärt Jutta Payne. Sie filetiert Orangen, Blutorangen und Pampelmusen sogar, damit die fruchtigen Aufstriche nicht zu bitter schmecken. „Nur Orangenmarmelade muss schon bitter sein.“ Aber so sehr, dass es einen beim Essen schüttelt, soll es dann doch nicht sein.

Im Kreise eingeschworener Marmeladenliebhaber, die sich im Familien- und Bekanntenkreis zuhauf finden, ist eine Marmelade besonders beliebt. Denn die Kombination aus Birne und Chili ist ein Hochgenuss auf frischem Brot, belegt mit Camembert. Den Chili schneidet Jutta Payne in winzige Stückchen, obwohl sie schon den Tipp bekam, stattdessen Chilipulver zu benutzen, weil es dann einfacher mit der Zubereitung sei. Doch bei den Paynes kommen nur gute Zutaten in den Topf, schließlich ist Jutta als Marktfrau ganz nah dran an den frischen Rohstoffen. Und beide, Mutter und Tochter schwören darauf. „Diese ‚Geiz ist geil‘- Mentalität finde ich auch echt doof“.

Neue Ideen für unwiderstehliche Kreationen sammeln die beiden unermüdlich. Immer passend zur Jahreszeit landen überwiegend die Früchte im Topf, die geerntet werden. Im Sommer, na klar, süße Erdbeeren. Im Herbst vertreibt eine Marmelade aus Holunder, Äpfeln, Birnen und Zwetschgen den trüben Herbstblues zumindest auf dem Butterbrot.