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„Jeder weiß, was zu tun ist“ Handball: ESV und HSG wollen sich Spitze nicht nehmen lassen

Von Heike Dierks | 05.03.2020, 16:02 Uhr

Das Saisonende ist für die Handballer nicht mehr fern. Mit jedem Wochenende wächst die Bedeutung von Sieg oder Niederlage. Während Eicken II im Landesklassen-Kellerduell gegen Westerkappeln einen wichtigen Schritt Richtung Ligaverbleib machen kann, wollen die HSG und auch Eickens Erste in der Landesliga dem Aufstieg näherkommen.

Das vergangene Wochenende könnte sich für die erstplatzierten Eickener noch als besonders wertvoll erweisen: Mit dem Willen, ein deutliches Signal für die eigenen Ambitionen zu setzen, wurde Georgsmarienhütte mit 32:20 bezwungen; zugleich verlor Verfolger Bissendorf II sein Duell mit Oldenburg II. Damit ist die Spielvereinigung in der Tabelle nun wieder eine Begegnung und vier Punkte voraus.

Weiter gilt es, von Spieltag zu Spieltag die Spitze zu verteidigen. Am Samstag (18 Uhr) tritt der Primus beim Tabellenletzten HG Jever/Schortens an. Das Spiel der Gegensätze ist natürlich auch Kopfsache. Aber ESV-Trainer Maik Rapczinski sieht keine Gefahr, dass seine Spieler die Aufgabe auf die leichte Schulter nehmen könnten. „Es ist auch im Training bei jedem zu spüren, dass wir den Platz an der Spitze nicht mehr abgeben wollen.“

Jever habe ein paar gute Individualisten, lasse im Kollektiv aber auch mal den Kopf hängen. So etwa beim Hinspiel im Grönegau, als es für Jever eine deftige 26:46-Klatsche setzte. Eicken möchte die Gastgeber nun nicht ins Spiel kommen lassen und ihnen das eigene Tempospiel aufdrücken. Damit sollte man zum Erfolg kommen, ist man auf ESV-Seite überzeugt. „Über die Jahre hat sich bei uns vieles eingespielt. Wir bleiben bei dem, was wir können, und werden nichts aus dem Hut zaubern.“ Auch die Ansprache falle in diesen Tagen kurz und knackig aus, wie Rapczinski berichtet. „Jeder weiß, was zu tun ist.“

Topspiel der HSG in Niedermark

Eine Klasse tiefer kommt es am Samstag ( 17 Uhr) in Niedermark zum Topspiel zwischen der drittplatzierten SG Teuto Handball und Spitzenreiter HSG Grönegau-Melle. Die Spielgemeinschaft aus Niedermark und Hasbergen ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Landesklasse. Seit Mitte November verloren die Spieler von Trainer Sascha Wöllmer kein Spiel mehr. Sie haben sich nach schwachem Saisonstart gefangen und vom letzten Platz auf Rang drei hochgearbeitet. Sie verfügen über einen breiten Kader und haben mit den beiden Korte-Brüdern ihre Toptorschützen.

Bei der HSG um Kapitän Nico Lindenthal spitzt sich die Personalsituation indes weiter zu. Im Vergleich zur Vorwoche fallen mit Jannik Lampen, Jan Springhetti und Christian Maaß drei weitere Akteure aus. Da die eigene zweite Mannschaft zeitgleich spielt, ist von der Seite keine Unterstützung möglich. So bleiben dem Trainergespann aktuell nur noch sechs Feldspieler. „Das sind suboptimale Voraussetzungen für so ein Spitzenspiel, aber wir haben jede Position gut besetzt und wollen natürlich auch in Niedermark bestehen“, betont Coach Marco Lietmann, dessen Team der Aufstieg bei neun Punkten Vorsprung und fünf ausstehenden Partien kaum mehr zu nehmen ist.

Wegweisendes Kellerduell für Eicken II

Am Sonntag (17 Uhr) empfängt derweil die zehntplatzierte Eicken-Reserve den THC Westerkappeln zum wegweisenden Duell um den Klassenerhalt. Westerkappeln ist Tabellenelfter und hat vier Punkte Rückstand auf die Grönegauer. Das Hinspiel war wegen einer schweren Verletzung auf Gegnerseite zwischenzeitlich unterbrochen worden. Danach konnte die ESV die Partie nicht mehr drehen und unterlag in Westerkappeln mit 19:26.

ESV-Trainer Christian Bergmann erwartet einen sehr robusten Kontrahenten, der oft mit einer stabilen 6-0-Deckung agiert. Am Sonntag sind alle ESV-Spieler bis auf den privat verhinderten Nils Klement an Bord. „Wir wollen die zwei Punkte unbedingt in Eicken behalten, um einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen", betont Bergmann.