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Antrag in nächster Sitzung Grüne wollen mehr Geld für Melles Skater

Von Michael Hengehold | 22.09.2019, 13:44 Uhr

Die Grünen unternehmen einen letzten Vorstoß, um die Finanzierung des neuen Meller Skateparks deutlich zu erhöhen.

Bekanntlich stehen drei Varianten zur Auswahl: für 120.000, 150.000 und 350.000 Euro. Die letztere würden die Wünsche der Jugendlichen berücksichtigen, die sie in zwei Workshops gemeinsam mit Planer Ingo Naschold aus Münster erarbeitet haben, einem Spezialisten für Skateparks und selbst seit 30 Jahren auf dem Brett, das die Welt bedeutet, unterwegs. Zusätzlich zu den Mitteln aus dem Stadtsäckel kommen Spenden hinzu, die aktuell nach Angaben von Bündnis 90/Die Grünen bei 36.000 Euro liegen.

Bislang sind im städtischen Haushalt 120.000 Euro (plus Spenden) vorgesehen. Die Grünen stellen nun für die nächste Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport (26. September) den Antrag, den Betrag um 200.000 Euro aufzustocken, sodass dass insgesamt 320.000 Euro zur Verfügung stehen würden. Zur Begründung führen sie unter anderem an, dass sich erst später herausgestellt habe, dass die Konzeptvorstellung des Planungsbüros vor dem ursprünglichen Budgetbeschluss hätte erfolgen müssen. Mit anderen Worten: Die Summe im Haushalt wurde eingestellt, ohne dass klar war, was die Neugestaltung des seit einem Jahr gesperrten maroden Skateparks kosten würde. "Als wir die 120.000 Euro verabschiedet haben, haben wir alle gedacht: das ist ja viel, dafür lässt sich sicherlich etwas machen", erinnert sich Reinhardt Wüstehube, der bildungspolitische Sprecher der Grünen, "auch wir waren überrascht, als wir dann erfahren haben, dass das nicht so ist. Da haben sich alle nur angeschaut und mit den Schultern gezuckt."

Für das Stadtfest zum 850-jährigen Jubiläum seien schließlich auch 300.000 Euro investiert worden, argumentiert Wüstehube im Gespräch mit unserer Redaktion: "Das ist weg. Hier stellt man etwas hin, das bleibt." Durch den sehr guten Jahresabschluss 2018 seien zudem Mittel vorhanden, die Mehrausgaben finanziell zu schultern. Zudem handele es sich um eine einmalige Investition, da außer Stromkosten keine Folgekosten zu erwarten seien.

Und schließlich nehme Variante drei auch die BMX- und Scooterfahrer mit ins Boot, denen die Varianten eins und zwei nur wenig Möglichkeiten bieten würden. Variante drei enthält außerdem Beleuchtung und eine Aufenthaltsfläche für die Jugendlichen.

Die Chancen, dass der Antrag eine Mehrheit findet, schätzt Wüstehube allerdings nicht allzu groß ein: "Ich befürchte, die Bereitschaft ist nicht da." So setzen die Grünen auf das Prinzip Hoffnung. Der Antrag liege den Fraktionen seit langem vor, sie hätten mithin genug Zeit gehabt, sich damit zu befassen.

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