Ein Artikel der Redaktion

Gewusel im Gymnasium AGs der Meller Begabtenförderung präsentieren Projekte

Von Michael Hengehold | 10.06.2016, 19:24 Uhr

Im Gymnasium haben die AGs der Begabtenförderung wieder die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert.

Buntes Gewusel in der Aula des Gymnasiums. Im Rahmen der Begabtenförderung kooperiert die Schule mit fünf Grundschulen: der Grundschule im Engelgarten, Grönenbergschule (beide Melle-Mitte) sowie den Grundschulen Wellingholzhausen, Riemsloh und der Lindenschule Buer. Insbesondere die Teilnehmer der Grundschulen aber auch ältere Schüler des Gymnasiums zeigten, womit sie sich befasst haben.

Die Begabtenförderung ruht auf mehreren Säulen und umfasst die Jahrgänge eins bis zwölf. So gibt es Arbeitsgemeinschaften an den jeweiligen Schulen, aber auch schulübergreifende AGs der Grundschulen und gemeinsame von Grundschulen und Gymnasium. Voraussetzung für die Teilnahme ist allerdings ein Notenschnitt von mindestens 2,0.

„Auf in die Vergangenheit“

Den haben Finn und Justin (beide 9) offenbar erreicht, die am Stand „Auf in die Vergangenheit“ auf interessierte Besucher warteten. Die Gruppe hatte zum Beispiel den Tempel der Nike nachgebaut, zeigte zudem ein Römerlager und Beispiele für alte Schriften. „Man lernt was über früher“, erläuterte Finn, warum er sich für dieses Projekt interessiert und Justin findet „diese alten Geschichten interessant“. Davon hörten die Kinder bei ihrem Besuch der Varusschlacht in Kalkriese so einige und waren begeistert. „Die konnten wir da kaum wegkriegen, die Eltern mussten eine dreiviertel Stunde warten“, berichtet Barbara Kruckemeyer, Lehrerin der Grundschule im Engelgarten. 14-tägig hat die Gruppe gearbeitet und stets mit großem Engagament. „Wenn die nach zwei Wochen wiederkamen, war das alles noch präsent“, berichtet ihre Lehrerin, „man merkte genau, dass die das noch verarbeitet haben.“ Manches Kind berichtete sogar ganz stolz, dieses oder jenes zuhause noch mal nachgelesen zu haben.

Alte Geschichte trifft auf Tagesaktualität

Umrahmt wurde die Veranstaltung von kleinen Live-Präsentationen etwa der Geigenkinder oder der Medien-AG, die per Power-Point-Vortrag vermittelte, was sie so getrieben hat. Dazu gehörte etwa die Analyse von Nachrichten, ein Redaktionsbesuch beim „Meller Kreisblatt“ aber auch bei Osradio 104,8. Die Radiomacher hatten im Gegenzug eine Redakteurin nach Melle geschickt, die mit den knapp zehn Jugendlichen aus den Jahrgänge sechs bis acht eine Nachrichtensendung erarbeitete. Melle und die Schule waren die Hauptthemen der ursprünglich 13 Minuten langen Sendung. Für ihre Präsentation hatten die Nachwuchsreporter sie aber auf knapp fünf Minuten eingedampft.

So traf also alte Geschichte auf Tagesaktualität, rangen die Hörspiele der Grundschule Buer mit den Gedichten und Sprachbasteleien der Wellinger Grundschule um Aufmerksamkeit, gab es „Knobeleien und Logeleien“ zu bewundern und einiges mehr. Nur warum der Tempel der Nike eigentlich so heißt, blieb offen. Muss etwas mit Turnschuhen zu tun haben, witzelte ein Besucher am Stand. Da haken wir nächstes Jahr noch mal nach.