Ein Artikel der Redaktion

Gewitter über der Region Osnabrück Wasser schoss fontänenartig aus den Gullis in Melle

10.07.2014, 22:55 Uhr

Weltuntergangsstimmung am Donnerstagabend in Melle und anderen Teilen des Osnabrücker Landes: Starkregen bei Gewitter überflutete innerhalb weniger Minuten die Straßen. Auf der Autobahn blieben die Fahrzeuge mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen. Überall im Stadtgebiet rissen Gewitterböen Äste ab. Von Conny Rutsch und Christoph Franken.

Unsere Mitarbeiterin Conny Rutsch berichtete aus Buer, nachdem sie das eigene Haus gesichert hatte: . Plötzlich ging’s los: Als wollte die Nacht an diesem schwülen Donnerstagabend schon um kurz vor 19 Uhr einsetzen, verdunkelte sich der Himmel über Buer. Sturmböen und Starkregen setzten mit einer Heftigkeit ein, dass nicht zu ermitteln war, woher das Unwetter nun eigentlich kam. Selbst größere Bäume bogen sich bis zum Erdboden. Von den Flachdächern der Garagen prallte der Sturzregen an die 30 Zentimeter senkrecht wieder nach oben.

Einige Orte in der Region Osnabrück hat es besonders schwer getroffen. Erste Bilder finden Sie auf unserer Facebookseite.

Die Gullis der Barkhausener- und der Rodenbrockstraße nahmen das Wasser nicht mehr auf. In der Stüwestraße schoss das braune Wasser regelrecht in Wellen über die Bürgersteige hinweg. Die wenigen Autos, die noch unterwegs waren, bildeten selbst im langsamen Tempo mannshohe Fontänen. Auch die abschüssige Wiehengebirgsstraße wurde zum reißenden Bach.

Blitz und Donner, zeitweise sogar Hagel machten den tosenden Weltuntergang komplett.

Nach einer dreiviertel Stunde dann mit abnehmendem Wind und Regen war der Spuk fast so schnell wieder vorbei, wie er gekommen war.

Hier geht‘s zur Lesergalerie mit Unwetterfotos.

Martin Dove, Sprecher der Feuerwehr, gab den Schwerpunkt des Unwetters im Stadtgebiet ebenfalls mit Buer an. Während des Unwetters und auch in den Stunden danach war nach seinen Worten rund die Hälfte der Meller Ortsfeuerwehren im Einsatz und blieben in Bereitschaft. Die Führungsstelle wurde im Gebäude der Feuerwehr Melle-Mitte eingerichtet.

In Buer seien vor allem die tiefer liegenden Straßen und Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden. Dort sei das Wasser fontänenartig aus den Gullis geschossen.

Neben abgebrochenen Zweigen und Ästen seien an einigen Stellen auch Bäume ungestürzt. Hier hätten die wenigen Böen ausgereicht, um die Wurzelballen aus dem nassen Boden zu ziehen.

Vor allem im südlichen Osnabrücker Land richtete das Unwetter Schäden an.