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Feuerwerk der Spielfreude in der Landesliga 5:1-Sieg des SC Melle gegen den VfL Oldenburg mit vier Toren von Akbayram

Von Heike Dierks | 18.09.2011, 16:43 Uhr

Der SC Melle hat beim 5:1-Sieg gegen einen überforderten VfL Oldenburg am Freitagabend ein Feuerwerk der Spielfreude gezündet und die Tabellenspitze der Landesliga gestürmt. Vor rund 320 Zuschauern auf dem Meller Carl-Starcke-Platz bot Neuzugang Yakup Akbayram nicht nur dank seines Viererpacks eine Glanzleistung.

„Es freut mich, Fatmir Dusinovics Drei-Tore-Rekord vom vergangenen Wochenende ausgebaut zu haben. Doch einige meiner Tore sind auch sehr glücklich gefallen. Über mein Kopfballtor freue ich mich am meisten. Da rechnet ja keiner mit, weil ich vielleicht der schlechteste Kopfballspieler in unserem Team bin“, berichtete ein strahlender Akbayram nach Spielschluss.

Der von großen Mühen im ersten Durchgang begleiteter 3:0-Auswärtssieg vor einer Woche in Bad Rothenfelde war wichtig für die Moral. Doch im Heimspiel am Freitag hat der SCM wieder seine große Klasse bewiesen und durch tollen Kombinationsfußball früh die Weichen auf Sieg gestellt. Die Dahech-Elf erntete immer wieder Szenenapplaus. „Wir sind sehr gut reingekommen ins Spiel, hatten in der Mitte eine etwas schwächere Phase, in der auch das Gegentor fiel. Doch danach haben wir stark zurückgeschlagen“, bilanzierte Matchwinner Akbayram.

Den Startschuss für einen unterhaltsamen Abend gab der Dribbelkünstler im wahrsten Sinn des Wortes: Nach der Balleroberung durch Lukas Kleine-Kalmer im Mittelfeld zog Akbayram aus rund 25 Metern ab. Der wuchtige Schuss schlug zum 1:0 für den SCM ein (7.). Der Jubel der Fans über die Führung war kaum verklungen, da steckte Fatmir Dusinovic den Ball schön zu Akbayram durch, der sein anschließendes Solo mit dem Treffer zum 2:0 krönte (10.). Acht Minuten später vermeldete Oldenburg seinen ersten, jedoch harmlosen Torschuss.

Die Platzherren dominierten klar und waren in ihrem blitzschnellen Offensivspiel, das die sichere Defensivabteilung immer wieder geschickt einleitete, nicht greifbar für die Gegner. Kaum war der Ball in der eigenen Hälfte erobert, schickte Markus Aulbert den Mann des Tages mit einem sehenswerten Außenristpass über 30 Meter auf Reisen. Akbayram nahm die Vorlage dankend an und legte den Ball trotz eines kleinen Stolperers an Gästetorwart Lars Möhlenbrock vorbei zum völlig verdienten 3:0 ins Netz (32.). Bis dato war von der viel zitierten Oldenburger Spielstärke nichts zu sehen.

Doch gegen Ende der ersten Hälfte verlief die Partie nicht mehr ganz so einseitig. Die Gäste wurden aktiver, während die Gastgeber einen Gang zurückschalteten. Gerrit Kersting verkürzte nach schöner Vorarbeit über links auf 1:3 (42.). Auch nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Gäste die eine oder andere Torchance. Doch das Dahech-Team schlug im richtigen Moment zurück: Eine sehenswerte Kombination über Akbayram, Aulbert und Dusinovic vollstreckte Christian Mäscher überlegt zum 4:1 (60.).

Die Platzherren waren in Gedanken und in der Praxis schneller als die Gäste. So wurde das Ergebnis nicht etwa verwaltet, sondern weiter am Ausbau gearbeitet. Ein Raunen ging durch die Menge, als Danny Enthof einen Distanzschuss knapp am Tor vorbeisetzte. Den vierten und letzten Akbayram-Treffer zum 5:1 bereitete Lukas Empen mit einer Flanke von rechts vor, die genau auf dem Kopf des Goalgetters landete (85.). Die Leistung des gesamten Teams wurde mit viel Applaus quittiert.