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Feuerwehreskorte für Nikolaus Oldendorfer Nikolausmarkt hilft Kindern und Jugendlichen

Von Marita Kammeier | 07.12.2015, 17:48 Uhr

Was vor fast 30 Jahren als kleines Treffen vor der Marienkirche begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einem traditionellen Adventstreffen mit besonders stimmungsvollem Flair entwickelt. Der Nikolausmarkt begann in diesem Jahr erstmals mit einem Gottesdienst.

Anschließend trafen sich Freunde und Bekannte auf dem historischen Kirchplatz, um Glühwein, Kakao und andere Leckereien zu genießen. Marianne Klockenbrink und ihr 25-köpfiges Team hatten wieder mal keine Mühen gescheut, um die zahlreichen Besucher zu erfreuen.

Von der Kälte merkte an diesem Adventssonntag niemand etwas, denn die Verkaufsstände lagen gut geschützt in warmen Scheunen und Garagen. Die Erwachsenen probierten im Hallmannschen Haus Kaffee und Kuchen, während Benni, Tialda und Coco schon mal das Glücksrad drehten. Die Überraschung war groß, denn das Glückskind Benni gewann eines der Hauptlose.

Begleitung durch Posaunenchor

„Ich kann mich noch daran erinnern, dass hier eine kleine Gruppe mit einer Glühweinkanne angefangen hat“, meinte der Ortsbürgermeister Peter Bungard, während er mehrere Glühweinbecher durch die dicht gedrängte Menschenmenge bugsierte. „Die kleinen Weihnachtsmärkte sind viel kuscheliger und besinnlicher“, erklärten Christa und Ernst Schmidt, die aus Georgsmarienhütte spontan über Land gefahren waren.

Die Spannung stieg bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen, denn unter der musikalischen Begleitung des Posaunenchores hielt der imposante Nikolaus im goldenen Gewand Einzug in die Kirchhofsburg. Eskortiert von der Feuerwehr, thronte der Gabenbringer mit seinem Assistenten Mattes und Knecht Ruprecht auf dem Treckergespann.

„Ich komme nach langer Reise aus einer kleinen Stadt bei Damaskus, in der heute Krieg herrscht“, erzählte der heilige Mann und forderte anschließend: „Mattes, gib mir das goldene Buch.“ Doch der Junge weigerte sich, denn er wollte keine Missetaten von Kindern offenlegen. Paula und Noel wollten nicht länger warten, sondern ihr einstudiertes Lied „Oh Tannenbaum“ mit Mikrofon vortragen.

Doch dieser Abend war nicht nur dem Vergnügen gewidmet, das ernste Anliegen der Organisatoren lautete: „Jeder eingenommene Euro wird gespendet für die Tschernobyl-Kinder, den Förderverein des Oldendorfer Freibades und die Grundschule.“