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Festival in uriger Hofatmosphäre Buer: Land und Kultur vereint unter 15 Eichen

28.07.2014, 14:12 Uhr

Sommer, Sonne, Sonnenschein und dazu ein entspanntes Festival in uriger Landidylle. Auf dem Hof „15 Eichen“ gab es am Samstag zum ersten Mal ein Festival zwischen Wiese und Feld, unter blauem Himmel und unter 15 alten Eichen.

Durch die Wiese stapften einige Gäste zum Hof von Stephan Rodefeld, andere nahmen den klassischen Weg, der über das alte Pflaster auf den Hof führte. Den Hof nämlich, der von 15 alten und stolzen Eichen bewacht wird und der daher seinen Namen trägt.

Viel Platz ist rundherum, und das ist auch gut so. Inspiriert vom ländlichen Idyll, schmiedeten Rodefeld und sein Kölner Kollege und Freund Olaf Bürger einen Plan von einem Open-Air-Festival, das seinesgleichen sucht.

Rodefeld, selbst Musiker mit Herzblut, erklärt: „Seit über 30 Jahren bin ich deutschlandweit auf der Bühne unterwegs. Und vor zwei Jahren habe ich mit meiner Familie diesen alten Hof gekauft. Dieses Festival ist nun ein Willkommensgruß an alle Meller, an unsere lieben Nachbarn und Freunde. Kulturelles wird jetzt hier öfter stattfinden.“

Lockere Atmosphäre

Der unkomplizierten Atmosphäre hatte auch Mitorganisator Olaf Bürger nicht mehr viel hinzuzufügen. „Stephan und ich, wir ticken beide ähnlich und haben vor keiner Herausforderung Angst“, lacht er. Und damit lässt sich auch das bunt gemischte Bühnenprogramm erklären, das vom Grönegau bis in die weite Welt hinausreichte.

Das Jagdhornbläsercorps Grönegau legte den Grundstein für das nachfolgende Bühnenprogramm und entfachte mit einigen bekannten Klassikern eine heimelige Stimmung im Schatten der majestätischen Eichen. Es folgte der stimmgewaltige Soul- und Bluesgitarrist Udo Schild aus Köln, der mit seiner tiefen Stimme packte und begeisterte.

Mit kroatischen Eigenkompositionen und mit poetisch tänzelnden Eigenarten erfreuten Marijana Vuko und ihre Band „Januš“ das Publikum und verzauberten es mit einer ganz neuen Definition weltbekannter Stücke. Als Gastgeber selbst die Bühne zu entern, das ließ sich Stephan Rodefeld natürlich nicht nehmen.

Mit seiner Band „Blue eyed Camel“ ließ er Klassiker aus den Bereichen Rock und Soul auf eine einzigartige Weise lebendig werden. Klar, dass das blauäugige Kamel dabei nicht fehlen durfte. Selbst gebaut, versteht sich.

Der Gewinner des 1. Niedersächsischen Kleinkunstpreises, Wolfgang Grieger und die „High Nees“, begeisterte als Schlussakt mit einer Mixtur aus Komik, verrückten Instrumenten und lustigen Texten.

Danach ging es in der Scheune weiter, und zwar bis tief in die laue Sommernacht hinein. Einige Zelte für müde Übernachtungsbesucher standen auf der Wiese nebenan, halt typisch für ein richtig „derbes Festival“ mit allem Drum und Dran. Denn viele Gäste kamen zum Hof, von nah oder fern, und sie alle machten aus der ersten „Musik unter 15 Eichen“ ein feines Klein Woodstock im ländlichen Idyll Hustädtes. Einige ganz nah dran an der Bühne, andere sonnenbadend auf der Wiese. Unkompliziert und definitiv urig.