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ESV: Rote Karte und zwei Verletzte Ein Sieg mit Hindernissen

Von Frederike Haar | 05.09.2011, 15:23 Uhr

Im ersten Spiel der neuen Saison stand die Eickener Spielvereinigung in Osnabrück der Sieben des SSC Dodesheide gegenüber. Zwar kam Neuzugang Nico Hülsmann dieses Mal noch nicht zum Zuge. Dafür zeigte sich der restliche Kader mit seinem neuen TorhüterNiclas Grever für den Saisonstart bereit. Bis zum siegreichen Ende verlangte das Spiel der Mannschaft jedoch einiges an Disziplin ab.

Weser-Ems-Liga

SSC Dodesheide - Eickener Spvg. 23:26 (9:15)

Die ESV kam gut in die Partie und erspielte sich direkt eine drei-Tore-Führung, sodass es in der siebten Minute bereits 4:1 aus Sicht der Gäste aus stand. Insbesondere die Defensiv-Abteilung überzeugte von der ersten Minute an und machte es dem Gegner, schwer Tore zu erzielen. Hinzu kam, dass Simon Drosselmeier im Tor im ersten Durchgang eine ganz starke Leistung zeigte. Bei nur neun Gegentoren wehrte er 15 Bälle erfolgreich ab.

In der zwölften Minute kam es zu einem ersten herben Rückschlag: Mario Hagemann ließ sich zu einer Unsportlichkeit hinreißen, was durch die beiden guten Schiedsrichter folgerichtig mit einer Roten Karte geahndet wurde. Doch die Eickener Akteure ließen sich nicht beirren und bauten den Vorsprung weiter aus (5:9/19. Minute). „In der Offensive wurden bereits viele Inhalte aus der Vorbereitungsphase umgesetzt“, stellte Trainer Carsten Gahlmann zufrieden fest. So schlossen die Eickener einige sehenswerte Kombinationen erfolgreich ab und gingen mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Kabine (9:15).

Während der Pause kam jedoch die nächste schlechte Nachricht. Henrik Niederwestberg meldete sich aufgrund einer Verletzung am Wurfarm nur noch bedingt einsatzfähig. Deshalb musste Sebastian Schleicher die Rolle des Spielmachers in der Rückraum-Mitte-Position übernehmen.

Aber auch diesen Rückschlag steckte die Meller Sieben weg und ließ Dodesheide zunächst nicht weiter herankommen (11:18/38. Minute; 15:21/44. Minute). In der 45. Minute ereignete sich eine sehr unangenehme Szene: Bei einer Abwehraktion verletzte sich Schleicher so schwer, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. „Alles deutet auf eine Sprunggelenksverletzung hin, die Diagnose wurde jedoch noch nicht präzisiert. Sebastian ist sicher für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt“, so der Coach, der seinem Spieler im Namen der gesamten Mannschaft gute Besserung wünscht.

Die schwierige Situation meisterte das junge Team und ließ den Gegner nie näher als drei Tore herankommen. So erlebte Schleicher, der, auf der Trage liegend, das Spiel bis zum Ende verfolgen wollte, bevor ihn der Notarzt ins Krankenhaus brachte, mit dem Endstand von 23:26 einen verdienten Auftaktsieg.

„Mit der Abwehrleistung und dem Torhüter war ich sehr zufrieden. Auch die Offensive hat phasenweise so gespielt, wie wir es uns vorgestellt hatten. Leider ging uns in der Schlussphase ein wenig die Konzentration verloren, was allerdings glücklicherweise nicht mehr am Ausgang des Spiels gerüttelt hat. Neben Simon Drosselmeier gebührt auch Albert Brack ein großes Lob, der nicht nur wegen seiner acht Tore ein wirklich gutes Spiel abgeliefert hat“, zog Trainer Carsten Gahlmann anschließend ein durchaus positives Fazit.

ESV: Simon Drosselmeier (1.–45. Minute), Niclas Grever (45.–60. Minute), Albert Brack (8), Mario Hagemann (1/1) , Daniel Hoffmann (3), Christian Kaase (2), Sebastian Schleicher (2), Maik Flade (2), Henrik Niederwestberg (3), Artur Brack (1), Eugen Rachmatulin (4)