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Eröffnung mit Sommerparty Firma iNoex GmbH setzt in Melle Signale

Von Marita Kammeier | 25.06.2013, 15:32 Uhr

Gasrohre mit einem Durchmesser von einem Meter für Riesenpipelines in China stehen in der neuen Produktionshalle der iNoex GmbH im Gewerbegebiet Gerden-Süd. Nach eineinhalb Jahren Planungs- und Bauphase feierte das Unternehmen aus Bad Oeynhausen am Wochenende auf dem 17250 Quadratmeter großen Firmenglände eine rauschende Sommerparty.

Der imposante Neubau am Maschweg weckt schon seit Langem das Interesse der Einwohner. Einerseits wegen der Größe des Firmengeländes, andererseits fällt der minimalistische Baustil in prägnantem Grau mit signalroten Akzenten sofort ins Auge. Sowohl von der Architektur als auch vom hohen technischen Level des Produktionsprozesses setzt der innovative Marktführer aus dem Bereich Mess-, Regel- und Verfahrenstechnik in der Kunststoffextrusion neue Maßstäbe in der Stadt.

„Das ist heute ein bewegender Moment“, begrüßte Reinhard Klose, Geschäftsführender Gesellschafter der iNoex GmbH, die Gäste. Ende 2011 sei das Grundstück gekauft worden. Projektphase, Finanzierung und Neubau mit dem Generalunternehmer Goldbeck aus Bielefeld seien in eineinhalb Jahren realisiert worden.

Warum Melle? Das sei ein vitaler Standort mit guter Infrastruktur, betonte Klose. „Die Behörde hat uns nicht nur verstanden, sondern auch geholfen.“ Außerdem verfüge die Region Osnabrück über das Potenzial von qualifizierten Mitarbeitern. „Wir sind Meller geworden und werden uns hier integrieren“, betonte der Firmenchef. Mit diesem Neubau habe das Unternehmen ein neues Gesicht mit neuen Ideen für den Konzernstandort Deutschland geschaffen.

Als Dank für die gute Zusammenarbeit überreichte er einen Scheck in Höhe von 5000 Euro für den Hilfsfond „Meller helfen Mellern“. Sichtlich froh war der Chef über die Akzeptanz der 100 Mitarbeiter, zum großen Teil Ingenieure, die mit wenigen Ausnahmen alle den Umzug mitmachten.

„Ein weiteres großes Bauvorhaben mit einem innovativen, kreativen Unternehmen geht an den Start“, freute sich der Bürgermeister André Berghegger. „Es kommen eine Reihe von Firmen mit einer repräsentativen Außendarstellung, die neue Signale in der Stadt setzen.“

„iNoex steuert und regelt alles“, erklärten die Fachleute bei der anschließenden Betriebsbesichtigung die wegweisende Pionierrolle der industriellen Extrusion. 80 Prozent der produzierten Ware geht ins Ausland, unter anderem in die USA und China, wo das Unternehmen eigene Vertretungen hat.

Die Besucher staunten über 200 Grad heiße Schläuche ebenso wie über die optimierte automatische Lagerhaltung im Lean-Lift-Verfahren. „Früher war die Lagerhalle dreimal so groß. Keiner von uns weiß, wo ein Ersatzteil steht. Über Scanner zeigt der Laserpointer die 10000 Artikel an“, demonstrierte Reinhard Klose an mehreren Beispielen.

Gäste aus Deutschland und ganz Europa feierten mit den 200 Mitarbeitern im stilvollen Festzelt eine rauschende Party zur Mittsommernacht.