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Ein Gewinn für alle Buer: Orts- und Schulbibliothek werden eins

Von Simone Grawe | 10.11.2013, 14:01 Uhr

Mehr Platz, ein attraktiverer Standort und eine bessere Aufenthaltsqualität: Die geplante Zusammenlegung der Ortsbibliothek mit der Schulbibliothek der Oberschule Buer findet allgemein Zustimmung.

Wollen Leseratten in Buer ein Buch oder andere Medien ausleihen, müssen sie gegenwärtig das erste Obergeschoss über dem Bürgerbüro am Kirchplatz erklimmen: „Die Unterbringung ist wirklich nicht optimal“, stellt Ortsbürgermeister Wilhelm Hunting mit Blick auf die begrenzten Verhältnisse in dem denkmalgeschützten Gebäude fest.

Das soll sich bald ändern. So hat der Ortsrat Buer eine Zusammenlegung von Orts- und Schulbibliothek beantragt, wobei als neuer gemeinsamer Standort der frühere Kunstraum der Oberschule Buer im Nebengebäude an der Barkhausener Straße vorgesehen ist. Direkt nebenan befindet sich die Schulküche.

Diesen Vorschlag, den der Ortsrat einstimmig gefasst hat, begrüßt nicht nur der Ortsbürgermeister, sondern insbesondere auch die Schulleitung: „Durch den neuen Standort der Bibliothek erhöht sich die Attraktivität der Oberschule, gleichzeitig wird der kulturelle Bildungsbereich gestärkt.“ Als ganz „hervorragende Verbindung“ bewertet Wilhelm Hunting die räumliche Nähe von Bibliothek, Oberschule. Grundschule, Familienzentrum und Kinderhaus Buer. Dem Ortsrat sei es mit seinem Wunsch gelungen, attraktive Synergien zu erzeugen. Neben der günstigen Lage im Schulzentrum sei zudem eine behindertengerechte Erreichbarkeit im Erdgeschoss von Vorteil: „Gegenüber der jetzigen Lösung ein Quantensprung“, unterstreicht der Ortsbürgermeister.

Hoch erfreut über die Zusammenlegung zeigt sich auch Angelika Grobe, die von einem „sehr positiven Weg“ spricht. Auch die Schulleiterin der Oberschule sieht in dem neuen Standort gleich mehrere Vorteile: „Unsere Kinder gehen zwar in die Ortsbibliothek, aber der Standort über dem Bürgerbüro ist nicht gerade attraktiv, eher muffig“, äußert sich Angelika Grobe.

Im Gegensatz dazu böte der jetzt ins Auge gefasste Raum in der Schule eine willkommene Gelegenheit, das Angebot zu erweitern und die Schüler besser an das Lesen heranzuführen. So könnten sie beispielsweise in der Mittagspause abschalten, Ruhe finden und lesen. Denkbar wäre auch eine Betreuung in kleinen Gruppen, die eine Schülerfirma übernehmen könnte. Als „runde Sache“ bewertet sie auch, dass sich die Schüler im Werk- und Technikunterricht mit dem Thema Bibliothek auseinandersetzen, sei es bei der Berechnung im Umgang mit Holz oder beim Anfertigen von Regalen.

„Das wird für Buer und für die Schule ein Gewinn“, ist sich die Schulleiterin sicher. Nicht zuletzt begrüßt sie den auf zwei Ebenen angelegten Raum mit seiner Helligkeit und seiner Freundlichkeit.

Aller Voraussicht nach zum neuen Schuljahr kann die Bibliothek am neuen Standort eröffnet werden. Bis dahin sollen noch Fragen der Sicherheitstechnik und des Brandschutzes geklärt und kleinere Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt werden. Über die Kosten gibt es noch keine Angaben. Für die Zusammenlegung ist aber ein Posten im Haushalt 2014 vorgesehen.

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