Ein Artikel der Redaktion

Stadt, Land und Radwegeinitiative treffen Vereinbarung Radweg in Wellingholzhausen rückt näher

Von Simone Grawe | 12.03.2019, 13:13 Uhr

Für den Bau eines Radweges entlang der Wellingholzhausener Straße ist ein wichtiger Schritt gemacht: Die Radwegeinitiative L94 Himmern hat im Zusammenspiel mit der Stadt und dem Land Niedersachsen eine Vereinbarung getroffen, um das seit Langem geforderte Radwegeprojekt auf den Weg zu bringen.

Entspannte Atmosphäre im Büro von Reinhard Scholz: Der Bürgermeister und die beiden Vertreter der Radwegeinitiative L94 Himmern, Hans-Jörger Haferkamp und Cord Möllering setzten jetzt ihre Unterschrift unter eine Vereinbarung, die dem Bau des Radweges entlang der Wellingholzhausener Straße zwischen Assmann Gartenbau und Wiederbrocksheide einen wichtigen Anschub geben wird. Mit diesem Vertrag ist die rechtliche Grundlage geschaffen, damit das Land im Zusammenspiel mit der Stadt das Vorhaben als Bürger-Radweg realisieren kann.

Ansporn für die nächste Schritte

„Mit diesen Unterschriften kommen wir dem Ziel eines Radwegs an der Landesstraße 94 ein gutes Stück näher“, stellte Hans-Jörg Haferkamp fest, nachdem die Initiative im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung umfassende Planungen auf den Weg gebracht hatte, um das Projekt anzuschieben. So führte die Initiative auf mehreren Ebenen viele Gespräche und legte eine Machbarkeitsstudie vor, um das Projekt voranzutreiben. In diesem Zusammenhang würdigte der Initiativensprecher die Unterstützung der Stadt und insbesondere des Tiefbauamtes, das die Planungen mit seiner Fachkompetenz intensiv begleitet: "Wir sind sehr zuversichtlich und guter Hoffnung, dass das Projekt jetzt den richtigen Anschub erhalten hat und dass wir eine gute Chance haben, dass es mittelfristig realisiert wird", betonte Hans-Jörg Haferkamp. Die aktuelle Entwicklung sei Ansporn für die nächsten Schritte.

„Mit diesem Schulterschluss ist es uns gelungen, diesen wichtigen Schritt zu erreichen“, ergänzte Cord Möllering. Nächstes Ziel sei es, kurzfristig einen Planungsauftrag an ein Planungsbüro zu erteilen. Dafür muss die Initiative finanzielle Mittel in Höhe von rund 55 000 Euro aufbringen, die jetzt eingeworben werden sollen: "Bei den heimischen Unternehmen und in der Wellinger Bevölkerung gibt es für das Projekt breite Zustimmung und eine große Akzeptanz. Von daher sind wir zuversichtlich, dass wir das Geld aufbringen werden", äußerte sich Hans-Jörg Haferkamp.

„Bürgerschaftliches Engagement kann nicht hoch genug anerkannt werden. Darüber hinaus dient dieser Lückenschluss sowohl der Verkehrssicherheit als auch der Attraktivitätssteigerung der Sport- und Freizeitstadt Melle", erklärte Reinhard Scholz, der den Initiatoren großes Lob zollte. Er sicherte der Radwegeinitiative zu, dass die Stadt den weiteren Prozess eng begleiten und unterstützen werde: "Eine tolle Initiative, die unsere Unterstützung verdient. Unsere Bürger brauchen diese sicheren Radwege".

Als segensreich für den weiteren Fortschritt bewerteten alle Beteiligten, dass der Grunderwerb bis auf wenige Ausnahmen bereits vor Jahrzehnten getätigt ist. Lediglich ein Anteil von fünf bis Prozent müsse noch erworben werden. Die Anlieger seien in diesem Punkt aber wohlgesonnen, berichtete Hans-Jörg Haferkamp, so dass die Initiative mit Zuversicht die weiteren Schritte in Angriff nehmen könne.

Insgesamt kostet das Projekt rund 750 000 Euro. Es kann dank der Initiative des Vereins zeitlich unabhängig von der Prioritätenliste der Landes realisiert werden, steht somit nicht in Konkurrenz zu bereits angemeldeten Projekten. Ausdrücklich begrüßten alle Beteiligten in diesem Zusammen die Initiative von Gerda Hövel, die ein eigenes Budget für Bürger-Radwege gefordert hatte.