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Bis zu 50 Megabits pro Sekunde Ausbau des Breitbandnetzes in Melle geht voran

Von PM. | 09.07.2014, 17:05 Uhr

Wo bislang weiße Flecken das Bild auf der Landkarte prägten, wird schon bald mit hoher Breitbandgeschwindigkeit gesurft: Zur Freude von Einwohnern der Ortschaften Altenmelle, Bakum, Drantum, Melle, Eicken, Eicken-Bruche, Föckinghausen, Oldendorf, Westerhausen und Wetter, die von dem Ausbau des Breitbandnetzes profitieren.

Der Anbieter EWE TEL mit seiner regionalen Marke osnatel stellt jetzt für einen großen Teil der Haushalte weitaus schnellere Internetzugänge mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bereit – und osnatel schließt dafür 36 sogenannte Kabelverzweiger (KVz) im gesamten Stadtgebiet an sein Breitbandnetz an.

„Die Anforderungen für Privathaushalte und Firmen an eine moderne Infrastruktur haben sich verändert“, erklärte Bürgermeister Reinhard Scholz am Dienstag während eines Lokaltermins mit Guido Ullmann, dem EWE TEL Leiter der Geschäftsregion Osnabrück, an einem neu errichteten Kabelverzweiger in Altenmelle. Schnelles Internet sei heute ein wichtiger Standortfaktor. Die Stadt freue sich daher, dass osnatel die digitale Versorgung in Melle gezielt vorantreibe.

Weiße Flecken

osnatel hatte bereits im Verlauf der letzten Jahre einige der sogenannten weißen Flecken im ländlichen Raum erschlossen. Dies sind Gebiete, in denen die Anwohner üblicherweise nicht einmal über die Mindestversorgung einer Datenübertragungsrate von 2 Mbit/s verfügen.

„Als regionaler Anbieter übernehmen wir Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region“, erläuterte Guido Ullmann und fuhr fort: „Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen Zugang zu einem Breitbandinternetanschluss zu ermöglichen. Deshalb investieren wir seit Anfang letzten Jahres neben dem Breitbandausbau in ländlichen Gebieten gezielt auch in den Ausbau von Städten und Gemeinden.“ Im März hat EWE TEL ein neues Breitbandprogramm gestartet, um die Internetversorgung in rund 30 Städten und Gemeinden zu verbessern. Die Gesamtinvestitionen dafür betragen mehr als 30 Millionen Euro.

5300 Haushalte

Die Tiefbauarbeiten haben inzwischen begonnen – und die betreffenden Haushalte werden von osnatel angeschrieben. Auch die Stadtverwaltung gibt gern weitere Auskunft zu diesem neuen Breitbandausbau. Erschlossen werden 36 Kabelverzweiger mit einem Potenzial von rund 5300 Haushalten und damit einem Anteil von 80 Prozent der Haushalte.

Um in den betroffenen Orten für Besserung zu sorgen, verlegt die EWE NETZ GmbH Glasfaserleitungen zu sogenannten Kabelverzweigern. Hierbei handelt es sich um die letzten Schaltkästen vor den eigentlichen Hausanschlüssen. osnatel rüstet die Kabelverzweiger auf und kann den angeschlossenen Bürgern so deutlich erhöhte Bandbreiten mit bis zu 50 Mbit/s anbieten. Die Durchsatzrate der Daten hängt von der Qualität sowie von der Länge der Kupferleitung zum Teilnehmeranschluss, also zum jeweiligen Hausanschluss, ab .