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Bedeutung von Umwelt stärken Melle tritt Bündnis für biologische Vielfalt bei

07.06.2018, 16:32 Uhr

Nach einem entsprechenden Ratsbeschluss ist die Stadt jetzt dem Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt beigetreten. „Bei diesem Bündnis handelt es sich um einen Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommune“, sagt der scheidende Umweltbeauftragte Torben Fuchs.

Das Bündnis stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Umfeld des Menschen und rückt den Schutz der Biodiversität in den Blickpunkt. Die Vision dieses Zusammenschlusses sind „grüne Kommunen als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen“, betont Fuchs.

Wichtigstes Ziel des Bündnisses ist der Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt. „Wenn Kommunen Naturerfahrungsräume schaffen, durch ausgedehnte Grünflächen zur Biotopvernetzung beitragen oder die genetische Artenvielfalt mit kommunalen Schutzprogrammen stärken, leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Schutz der lokalen Biodiversität, sondern tragen auch zu einer verbesserten Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger bei“, erläutert Anke Kuddes vom Umweltbüro. Ziele des Bündnisses sind unter anderem die Entwicklung intelligenter städtebaulicher Konzepte, der Boden- und Freiraumschutz, der Erhalt von naturnahen Flächen im Siedlungsbereich, die naturnahe Pflege öffentlicher Grünflächen, die Verbindung von Hochwasserschutz, Naturschutz und Erholungsfunktion, der Ausbau von Biotopverbundsystemen und Schutzgebietsnetzen, der Schutz ökologisch sensibler Gebiete sowie die Renaturierung von Fließgewässern und Wiederherstellung der Durchgängigkeit.

„Ein wichtiger Aspekt ist die nachhaltige Nutzung“, macht Torben Fuchs deutlich. Er nennt in diesem Zusammenhang verschiedene Beispiele, darunter die Förderung umweltverträglicher Landnutzungsformen, die Entwicklung von Konzepten zur nachhaltigen Nutzung nachwachsender Rohstoffe, den Schutz von Gewässern vor schädlichen stofflichen Einträgen sowie Entwicklung intelligenter ÖPNV-Konzepte und damit Vermeidung der Ausweitung von Verkehrsflächen.

Mit der Deklaration sprechen sich die Unterzeichnerkommunen dafür aus, konkrete Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. Damit reagieren sie auf den voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt. In Melle ist hier bereits einiges geschehen.

So erfolgt eine Förderung der Wiesenvögel im Rahmen des Stauwiesen-Projektes in Krukum. Auf Grünflächen im Umfeld der Bifurkation Gesmold läuft ein Beweidungsprojekt zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung von artenreichem Grünland. 90 Nisthilfen wurden im Rahmen des Steinkauzprojektes im Stadtgebiet angebracht. Die Pflanzung von Kopfbäumen – Lebensraum zahlreicher Insekten – am Elseufer im Bereich des Grönegaubades sichern das regionale Landschaftsbild.

Melle plant zum Schutz und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt das Anlegen von Blühflächen auf städtischen Flächen einschließlich naturnaher Pflege. Eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit schließt sich an.