Kosten steigen jedes Jahr Ausgabenrekord bei Schulen und Kitas in Melle

In Melle gibt die Stadt mehrere Millionen für Baumaßnahmen an Schulen und die Ausstattung der Schulen aus. Foto: Kirsten MuckIn Melle gibt die Stadt mehrere Millionen für Baumaßnahmen an Schulen und die Ausstattung der Schulen aus. Foto: Kirsten Muck

Melle. Kindergärten und Schulen kosten die Stadt jedes Jahr Millionen. Im nächsten Jahr wachsen die Ausgaben sogar noch einmal auf über elf Millionen Euro.

In diesem Jahr investierte die Stadt insgesamt 8,6 Millionen Euro in die Kindergärten. In dieser Summe stecken 7,9 Millionen Euro an Zuschüssen für die Kindertagesstätten und 670.000 Euro an Zuschüssen für das Bielefelder Screening und das beitragsfreie Kitajahr. Im letzten Jahr, in dem Kinder in die Kita gehen, brauchen die Eltern keinen eigenen Beitrag zahlen. Die Stadt überweist diese Beiträge an die Kitas und erhält einen Teil davon vom Land erstattet. Insgesamt gibt es 1844 Betreuungsplätze in Kitas, davon 1442 Kindergartenplätze und 402 Krippenplätze. Die Tagespflege wird vom Landkreis finanziert.

Erhöhter Bedarf

Im Jahr 2018 muss die Stadt im Haushalt 1,3 Millionen Euro mehr einplanen. Denn die Zahl der Betreuungsplätze wird auf 1929 steigen, darunter 1467 Plätze für über Dreijährige und 462 Plätze für unter Dreijährige. Mit Zuschüssen in Höhe von 8,5 Millionen Euro für die Kitas und 1,4 Millionen Euro für andere Zuschüsse erreichen die Ausgaben einen neuen Rekord: 9,98 Millionen Euro. Noch nie hat die Stadt so viel in die Betreuung der Kindergartenkinder investiert. Doch Karl-Wilhelm Möller, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales, erwartet weiter steigende Ausgaben in den nächsten Jahren. „Wenn das zweite beitragsfreie Kitajahr in Niedersachsen kommt, müssen wir damit rechnen, dass die Eltern ihre Kinder länger in der Betreuung lassen. Da wird ein erhöhter Bedarf entstehen“, meint er. Die Kosten dafür müsste die Stadt dann auch an die Kitas erstatten. Wie hoch die Zuschüsse vom Land ausfallen werden, ist jedoch noch gar nicht klar.

Zuschüsse für Mittagsverpflegung

Für die Schulen der Stadt, die Grund- und Oberschulen, fallen vor allem die Kosten für An- und Umbauten sowie Renovierungen stark ins Gewicht. Allerdings sind diese Kosten für Bauprojekte und die entsprechenden Rückstellungen über mehrere Jahre im Haushalt eingeplant. Investitionen von 13 Millionen Euro hat das städtische Gebäudemanagement in den nächsten Jahren eingeplant. Betrachtet man nur die Sach- und Dienstleistungen, Zuschüsse für die Mittagsverpflegung, für Mobiliar und Lehrmittel sowie Versicherungen, hat die Stadt im Jahr 2017 986.000 Euro für die Schulen ausgegeben. Im Jahr 2018 sinken die Ausgaben leicht auf 961.000 Euro.

Einheitliches Medienkonzept

Die Sach- und Dienstleistungen liegen 2018 bei knapp 600.000 Euro für die Grundschulen und 206.000 Euro für die Oberschulen. Die Kosten für den offenen Ganztag belaufen sich dann auf 102.000 Euro an den Grundschulen und 22.000 Euro an den Oberschulen. Hinzu kommen noch die Kosten für die Umsetzung des einheitlichen Medienkonzeptes, an den Grundschulen für 100.800 Euro und an den Oberschulen für 67.000 Euro. Im Stadtgebiet gibt es elf Grundschulen und drei Oberschulen. Das Gymnasium und die IGS werden vom Landkreis getragen. Doch auch an diesen Schulen muss sich die Stadt mit 550.000 Euro finanziell beteiligen. Diese Summe ist sowohl örtlichen Politikern als auch der Verwaltung ein Dorn im Auge. Andere Kommunen wie beispielsweise Bramsche zahlen weniger. Derzeit wird der Vertrag zwischen der Stadt und dem Landkreis bezüglich dieser Zahlungen nachverhandelt. Die Stadt erhält vom Landkreis 750.000 Euro an Schulsachkosten.


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