Stimmungsvolles Weihnachtskonzert Heimatkapelle Wellingholzhausen glänzte in Kirche

Von Conny Rutsch


Wellingholzhausen. In der festlich rot und grün beleuchteten St.-Bartholomäus-Kirche im Meller Stadtteil Wellingholzhausen eröffnete die Heimatkapelle am 1. Advent die Weihnachtszeit mit einem großen Konzert.

Dass es tatsächlich ein eindrucksvoller Nachmittag wurde, wie es sich Chris Stieve-Dawe, Dirigent und musikalischer Leiter, im Vorfeld gewünscht hatte, wurde ganz schnell deutlich. Mit einem gelungenen Mix aus traditionellen Weihnachtsmelodien, Adventsklängen und internationalen Zutaten musizierten sich die 65 aktiven Bläser der Heimatkapelle direkt in die Zuschauerherzen, die die Kirche voll besetzt hatten.

Perfekte Stimmung

Die Choräle „Herbei o ihr Gläubigen“ oder „Ich steh an deiner Krippen hier“ zauberten eine perfekte weihnachtliche Stimmung ins riesige Kirchenschiff. Später zelebrierten die Bläser dann förmlich eine Paraphrase über „Tochter Zion“, und für das Musslied zum 1. Advent „Macht hoch die Tür“ wurden die Zuschauer zum Mitsingen eingeladen. Zwischendurch hatte ein Kinderchor Melodien aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ vorgetragen und begeisterten Beifall geerntet.

Als Gastsolistin hatte die Heimatkapelle die Geigerin Monika Weigelt gewinnen können. Nach einer anrührenden Weihnachtsgeschichte, die Karl-Benno Lindhaus aus Welling vorgetragen hatte, trug sie „Oblivion“ des argentinischen Komponisten Astor Piazolla, wehmütig und beseelt mit einfühlsamer Begleitung der Heimatkapelle vor. Mit einem Medley aus den unterschiedlichsten bekannten Weihnachtsmelodien endete der festlich-fröhliche Bläserabend.

Wie schon in den Jahren zuvor hatte der Vorstand der Heimatkapelle auch in diesem Jahr wieder zu Spenden aufgerufen. „In diesem Jahr geht das Geld an die Organisation Ärzte ohne Grenzen, erklärte Hans-Jörg Haferkamp, erster Vorsitzender der Bläser.

Ärzte ohne Grenzen

Vor dem Konzert hatte Matthias Grade, Chefarzt am Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück, als Mitglied der größten internationalen Organisation für medizinische Nothilfe im Canisiusheim über die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ informiert. „Mit äußerst geringem Verwaltungsaufwand und mit hoher Transparenz leisten wir weltweit humanitäre Nothilfe“, sagte er. Innerhalb von 24 Stunden könnten die Mitarbeiter überall auf der Welt ihre Arbeit einsetzen.

Kurze Zeit nach dem Konzert waren die Spenden, die am Ausgang gesammelt wurden, gezählt. „3440,76 Euro gehen ohne Abzüge an die Ärzte ohne Grenzen, freute sich Haferkamp mit allen Musikern und Zuhörern des stimmungsvollen Abends.