„Waldschänke“ und „Heimathof“ Melle ist im aktuellen Guide Michelin zwei Mal vertreten



Für wahre Gourmets ist er der Leitfaden schlechthin: Der rote Restaurant-Führer „Guide Michelin“. In der jetzt erschienenen Ausgabe sind zwei Restaurants in Melle aufgeführt: Erstmals die „Waldschänke“ in Wellingholzhausen und zum achten mal hintereinander der „Heimathof“ im Grönenbergpark.

Melle. 2200 Restaurants in Deutschland haben die renommierten Tester erneut ausgezeichnet. Sie vergeben bei ihren stets anonymen Besuchen fünf unterschiedliche Bewertungen: den Teller für Küche mit guter Qualität, den Bib Gourmand (460 mal) für das beste Preis-Leistungsverhältnis und die begehrten ein bis drei Sterne (300 mal).

In Melle sind die beiden genannten Restaurants jeweils mit dem Teller bewertet worden und heben sich damit von der übrigen Gastronomie im Stadtgebiet ab.

Alexander Bachmann von der „Waldschänke“ freut sich natürlich über die Aufnahme in den bekanntesten Restaurantführer Deutschlands. Außerdem sieht er den Eintrag als Ansporn, denn von jetzt an kämen die Kritiker regelmäßig zu Besuch und prüften, ob sich der Betrieb verbessert oder verschlechterte habe.

Einheitliche Kriterien

Natürlich sieht Bachmann auch den Marketing-Effekt: Es kämen jetzt sicherlich weitere neue Kunden, die den Michelin im Auto hätten und nachschauten, was es denn so Empfehlenswertes in der Nähe gebe. Für Feinschmecker sei der Michelin-Guide unentbehrlich, denn der arbeite seit Jahrzehnten nach einheitlichen Kriterien.

„Wie ein Zuckerstückchen“

Bachmann betreibt die „Waldschänke“ seit 20 Jahren. „Ich habe mir das hier als Autodidakt hart erarbeitet“, betonte er. Die Gastronomiebranche bleibe schwer und die Konsumenten seien anspruchsvoller geworden. „Unsere ehrliche Küche hat sich aber in der Region herumgesprochen“, freute er sich. Und jetzt noch der Guide Michelin: „Das ist wie ein Zuckerstückchen zum Weitermachen.“

Der Michelin schreibt unter anderem zur „Waldschänke“: „Das hat Charme: ein liebenswertes Sammelsurium unterschiedlichster Accessoires und Dekorationen.“ Und: „Idylle pur ist der Garten.“

Seit 2010 erhält der „Heimathof“ von Rainer Lüers jedes Jahr aufs Neue den Michelin-Teller. „Es ist beinfach schön, wenn die Tester von Michelin regelmäßig unsere Küche, unser Ambiente und unseren Service loben, das freut mich als Gastronom natürlich sehr“.

Schattenfreies Licht

Man müsse aber auch am Ball blieben. Lüers verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf den neuen Biergarten. Aber auch die Sitzplätze vor dem Fachwerkhaus würden von Gästen gerne genutzt. Sichtlich stolz ist Lüers auf die neue Beleuchtungsanlage, die sich harmonisch einpasst und an 400 Jahre alten Eichenbalken montiert ist. „Wir haben überall schattenfreies Licht“, erklärte er. Und: „Da hängt ein Kleinwagen unter der Decke.“

Die erneute Berücksichtigung im Michelin-Führer wertet der erfahrene Gastronom als Zeichen für beständige Qualität. „Man muss sich stets steigern und niemals abbauen, das ist ganz wichtig“, formulieret er sein persönliches Credo.

Der Michelin lobt im Textteil die Gemütlichkeit in dem „reizenden Fachwerkhaus“ und hebt die saisonale Küche im „Heimathof“ hervor.


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