Ganz unterschiedliche Ansätze Meller Klimaschutzpreis für drei Projekte

Von Christina Wiesmann

Gute Ideen und ein Herz für die Umwelt haben die Gewinner des Klimaschutzpreises 2017: Bianca und Carsten Schoster, Reinhard Scholz, Kai Behnke , Rainer Oesting und Ulrike Eickmeyer..Foto: Christina WiesmannGute Ideen und ein Herz für die Umwelt haben die Gewinner des Klimaschutzpreises 2017: Bianca und Carsten Schoster, Reinhard Scholz, Kai Behnke , Rainer Oesting und Ulrike Eickmeyer..Foto: Christina Wiesmann

Melle. Über den Meller Klimaschutzpreis 2017 freuen sich das katholische Familienzentrum St. Marien, die Familie Schoster aus Bakum und die Vereinigung Umweltschutz und Lebenshilfe aus Westerhausen. Der Preis von Stadt und Energieversorger innogy wurde am Dienstagabend in der Alten Posthalterei den Klimaschutzpreis 2017 verliehen.

Eine Jury – bestehend aus dem städtischen Umweltbeauftragten Torben Fuchs, den Klimaschutzmanagern Maxi Hase und Udo Jakobs-Lüsken sowie Stadtsprecher Jürgen Krämer – hatte die Sieger bestimmt. KlimaschutzmanMaxi Hase moderierte die Feierstunde in der Alten Posthalterei, in der die drei Preisträger ihre Projekte vorstellten.

Das Familienzentrum St. Marien hatte, wie Leiterin Ulrike Eickmeyer berichtete, die Räume am Schürenkamp in den Jahren 2012 bis 2017 umfangreich energetisch saniert. Neben neuen Fenstern und einer neuen Heizungsanlage wurden die Gebäudeteile gedämmt. Wichtig ist Ulrike Eickmeyer auch, dass die Kinder vor Ort den verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen lernen. „Der Wasserhahn soll nicht durchgehend laufen und wir setzen uns dafür ein, dass die Kinder lernen, dass der Müll getrennt werden muss“, so Ulrike Eickmeyer. Sie nahm die Auszeichnung für den ersten Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 1250 Euro von innogy-Kommunalbetreuer Rainer Oesting entgegen.

Per Smartphone gesteuert

Der zweite Preis und ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro ging an Carsten und Bianca Schoster, die ihr Wohnhaus in Bakum – Baujahr 1961 – umfassend energetisch saniert haben. Mit einer neuen Dämmung, der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage und einer Pelletheizung hat die Familie ihren CO2-Ausstoß drastisch reduzieren können. Carsten Schoster, technikbegeistert und ein interessierter Tüftler, lässt die Heizungsanlage seit geraumer Zeit sogar via Smartphone steuern. „Das ist äußerst praktisch“, erzählte er dem Publikum in der Alten Posthalterei.

Würmer mögen Mist

Eine interessante Vorstellung hatte auch Kai Behnke von der Vereinigung „Umweltschutz und Lebenshilfe“ mitgebracht, der sich über den dritten Preis und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freute. Behnke zeigte nachvollziehbar auf, wie der Mist von Tieren durch die Hilfe von Regenwürmern in einen ökologisch wertvollen Dünger umgewandelt werden kann. „Der Dünger ist top für Gemüse aller Art“, berichtete Kai Behnke.

Bürgermeister Reinhard Scholz freute sich über das gezeigte Engagement der Teilnehmer: „Umwelt- und Klimaschutz müssen wir einfach in unser Bewusstsein bringen.“