Ein Bild von Kirsten Muck
24.10.2017, 15:56 Uhr KOMMENTAR

Ruhe finden auf der Palliativstation in Melle

Kommentar von Kirsten Muck

Die Hand halten, für den Patienten da sein. Das ist wichtig auf Palliativstationen. Foto: Jens Wolf/dpaDie Hand halten, für den Patienten da sein. Das ist wichtig auf Palliativstationen. Foto: Jens Wolf/dpa

Melle. Auf der Palliativstation im Christlichen Klinikum heißt es nicht immer „Abschied nehmen“. Doch wenn es soweit ist, finden Patienten und Angehörige dort die richtigen Ansprechpartner, meint unsere Kommentatorin.

In Würde sterben? Geht das heute noch angesichts der Personalknappheit und des Kostendrucks in Pflegeheimen und Krankenhäusern? Auch im häuslichen Umfeld sind dem Wunsch, friedlich im eigenen Lieblingssessel einzuschlafen, Grenzen gesetzt. Angehörige müssen arbeiten, haben wenig Zeit, sich zu kümmern oder wohnen zu weit weg.

Ob das Sterben würdevoll ist, hat nicht nur mit der Struktur zu tun, sondern vor allem auch mit den Menschen, die dem Sterbenden und seinen Angehörigen begegnen. Das zeigt das Team auf der Palliativstation des CKM deutlich.

Gut, dass es solche Orte gibt, an denen Menschen abseits des stressigen Alltags noch einmal zur Ruhe kommen und Abschied nehmen können. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je.


Der Artikel zum Kommentar