Ausstellung in der Posthalterei 40 Meller zeigen ihre Lieblingsorte in der Stadt

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Fiebert der Ausstellungseröffnung entgegen: die Fotografin Maria Otte. Foto: Stadtverwaltung MelleFiebert der Ausstellungseröffnung entgegen: die Fotografin Maria Otte. Foto: Stadtverwaltung Melle

Melle. Dieses Projekt ist zweifelsohne als außergewöhnlich einzustufen. Es begann damit, dass Maria Otte 40 verschiedenen Menschen die Frage stellte: „Mit welchem Ort in Melle identifizierst Du Dich?“ Und genau an diesen Orten lichtete die Fotografin die ausgewählten Personen ab.

Die dabei entstandenen Bilder sind in der Ausstellung „Melle erleben“ zu sehen, die am Donnerstag, 26. Oktober, 18 Uhr in der Alten Posthalterei an der Haferstraße 17 in Melle-Mitte eröffnet wird. Nach einführenden Worten der Fotokünstlerin steht eine Diskussion mit Beteiligten auf dem Programm, die sich für dieses Projekt fotografieren ließen. Das Thema: „Ort und Identität.“ Für den musikalischen Rahmen sorgt an diesem Abend Willem Schulz (Cello) vom Kulturzentrum „Wilde Rose“ in Altenmelle.

Fotografische Inszenierung

Maria Otte erinnert sich noch heute gut an die vielen gemeinsamen Begegnungen, in denen sie mit den „Auserwählten“ über eine mögliche fotografische Inszenierung sprach. Dabei sei „die Intention der angesprochenen Menschen langsam sichtbar geworden“, berichtet die Fotografin. Sie hätten ihre Kleidung, ihre Haltung und die Komposition im Raum geprüft und darüber hinaus einen Blick auf das Ambiente geworfen.

Landschaft, in die man sich zurückziehen kann

Es versteht sich von selbst, dass Maria Otte die so entstandenen Aufnahmen ihren Modellen unverzüglich präsentierte, woraufhin teilweise rege Diskussionen entstanden seien. In einem weiteren Schritt bat die Mellerin alle Mitwirkenden, einen Satz zum genannten Thema zu Papier zu bringen, den sie später in das Foto hinein collagierte. „So ist diese Arbeit ein dialogischer Prozess mit einem offenen Ausgang“, meint die Fotokünstlerin. Für sie steht fest: „In der Vielzahl der Beispiele kann man den unterschiedlichen Bezug erkennen, nämlich den Ort, die Landschaft, in die man sich zurückziehen kann und auf der anderen Seite, die Kommunikation, die den sozialen, den kommunikativen Kontext in dieser Stadt verarbeitet.

Wenn ich die Ergebnisse miteinander vergleiche, so spürt man eine Wertschätzung, an diesem Ort leben zu dürfen.“ Das bedeute allerdings nicht, dass nicht hier und da auch Probleme angesprochen worden seien – allerdings „behutsam und vorsichtig“.

Bilder von außen sichtbar

Eine Besonderheit in dieser Ausstellung: Die Bilder werden mit der Bildfläche nach außen in die Sprossenfenster der Alten Posthalterei hineingeklebt, sodass sie von außen sichtbar sind, und in der Alten Posthalterei an die Leinwand projiziert. Die Sätze der mitwirkenden Personen werden im DIN A4 Format auf Papierbahnen geklebt und aufgehängt, so dass die Ausstellungsbesucher „den gesamten sprachlichen Bereich“ – wie es Maria Otte formuliert – gesondert wahrnehmen und die unterschiedlichen Bezüge erkennen können.

Ausstellung bis zum 12. November

Zu der am Donnerstag, 26. Oktober, stattfindenden Ausstellungseröffnung sind alle Interessierten herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung „Melle erleben“ ist bis einschließlich Sonntag, 12. November, in der Alten Posthalterei an der Haferstraße 17 in Melle-Mitte bei freiem Eintritt zu sehen – und zwar mittwochs bis samstags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11.15 bis 18 Uhr.


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