Banges Warten auf das Ergebnis Experten analysieren Schaden nach Feuer in Meller Sporthalle

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Melle. Nach dem Feuer in der Batterieanlage der Sporthalle Haferstraße vergangene Woche und der damit verbundenen Schließung des Gebäudes sind Fachleute dabei, den Schaden zu beurteilen. Am Mittwoch (18.10.) finden dazu abschließende Gespräche mit der Stadtverwaltung statt.

„Daher wissen wir auch noch nicht, wie lange die Halle gesperrt bleiben muss“, sagte Karl-Wilhelm Möller als Leiter des städtischen Sportamtes. Er skizzierte die Auswirkungen auf die Nutzer der Halle.

Das seien zum einen die betroffenen Schulen: Gymnasium, Ratsschule und Grundschule am Engelgarten. „Sobald wir wissen, wie lange die Sanierung dauert, werden wir uns mit allen Schulen zusammensetzen und ausloten, ob nicht in einer Art Solidargemeinschaft freie Hallenkapazitäten anderer Schulen nutzbar sind.“ Möller nannte beispielsweise die Wiehengebirgsschule mit der kleinen Lindath-Halle am Goldkamp. „Das werden wir prüfen.“

Dann kämen die Sportvereine, denen die Halle nun fehlt. Das seien der SCM, die Handballer der HSG, der Boxsportverein und der Kampfsportverein Bushido. „Auch da sind wir wegen Ausweichmöglichkeiten bereits mit anderen Vereinen im Gespräch“, erklärte Möller. Geregelt seien bereits Turniere an den Wochenenden. „Die sind bis November auf andere Hallen im Stadtgebiet verteilt worden.“

„Wird schon schwieriger“

Schwieriger werde es da schon mit den Trainingsstunden, die während der Woche stattgefunden haben. Da wolle der eine oder andere Verein helfen, so gebe es bereits entsprechende Signale vom TSV Westerhausen. Auch das Sportdach als Koordinator sei eingeschaltet.

Angesichts des guten Wetters sei es aber momentan auch möglich, Trainingseinheiten nach draußen zu verlegen, sagte der Amtsleiter.

VHS kann ausweichen

Die Volkshochschule, die in der Halle an der Haferstraße unter anderem Yoga-Kurse anbietet, sieht Möller dagegen nicht in Schwierigkeiten. „Die VHS hat noch andere Räume, auf die sie ausweichen kann.“

SCM-Geschäftsführer Henning Wiehemeyer verwies auf die Basketballer, Volleyballer und Handballer, die in der Halle trainiert hätten. Der Verein stehe in engem Kontakt mit Stadt und Sportdach. Anfang nächster Woche solle feststehen, wie lange die Halle gesperrt bleiben müsse.

„Damals, beim Wegfall der Sporthalle in Westerhausen, haben aber auch alle Meller Sportvereine zusammengehalten“, ist Wiehemeyer zuversichtlich, Solidarität zu erfahren.


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