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15.10.2017, 22:25 Uhr KOMMENTAR

Erstaunlich knappes Rennen in Melle

Kommentar von Christoph Franken

Die Gratulation zum Sieg von Gerda Hövel erfolgte durch ihre Parteifreunde André Berghegger (links) und Christoph Heidenescher zu Beginn der Wahlparty. Foto. Christoph FrankenDie Gratulation zum Sieg von Gerda Hövel erfolgte durch ihre Parteifreunde André Berghegger (links) und Christoph Heidenescher zu Beginn der Wahlparty. Foto. Christoph Franken

Melle. Den Wahlausgang in Melle kommentiert für das „Meller Kreisblatt“ dessen Lokalchef Christoph Franken.

Hui, das war bei den Erststimmen in Melle unerwartet knapp: Jutta Dettmann errang in 26 von 38 Wahllokalen die Mehrheit. Gerda Hövel schnitt bei den – meist älteren – Briefwählern besser ab und setzte sich auch in Bad Essen, Dissen und Hilter deutlich durch. Lediglich in der traditionellen SPD-Hochburg Bissendorf lag die SPD-Kandidatin deutlich vorn.

Das ist mehr als ein Achtungserfolg für Jutta Dettmann. Die junge Erzieherin ist in Melle äußerst beliebt und versteht es, politische Themen und ihre Haltung dazu verständlich und authentisch zu vermitteln. Da, wo die Menschen sie kennen, punktet sie. Wenn sie zukünftig auch außerhalb Melles bekannter wird, könnte es bei der nächsten Wahl eng für die CDU im Wahlkreis 74 werden.

Gerda Hövel kann sich aber angesichts der unerwartet guten Großwetterlage für die SPD in Niedersachsen und der überraschend starken Gegenkandidatin über ihr Direktmandat freuen. Es liegt nun an ihr, in den nächsten fünf Jahren stärker als bisher zu vermitteln, was konkret sie für ihren Wahlkreis tut.

Unter dem Strich ein erfreuliches Ergebnis für Melle: Denn auch in den Reihen anderer Parteien hat die Stadt Kandidaten zu bieten gehabt, die durch ihre Persönlichkeit überzeugen.


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