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Deutlicher Rauchschaden Sporthalle Haferstraße in Melle nach Brand gesperrt


awe/zud/mdv Melle. Schlechte Nachricht für Sportsfreunde in Melle: Die Sporthalle Haferstraße bleibt nach einem Brandschaden vorerst geschlossen. Hier hatte es am Mittwochabend im Elektroschaltschrank gebrannt.

Am Tag danach zeugt von außen nicht mehr viel von dem Brand, der am späten Mittwochabend in einer Batterieanlage der Sporthalle Haferstraße ausgebrochen war. Im Eingangsbereich sind noch Spuren des Feuerwehreinsatzes zu sehen. Ab und zu weht etwas Geruch nach verschmortem Kunststoff in die Nase. Ein Aushang der Stadtverwaltung an der Tür zu den Umkleiden weist die „Sportsfreunde“ darauf hin: Die Sporthalle ist geschlossen.

„Da das gesamte Ausmaß des Schadens und der Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten heute noch nicht absehbar sind, bleibt die Sporthalle einschließlich des Kraftsportraumes bis auf Weiteres für den Schul- und Vereinssport gesperrt“, erläutert Stadtsprecher Jürgen Krämer auf Anfrage unserer Redaktion. Hiervon seien die Grundschule im Engelgarten, die Oberschule-Melle-Mitte, das Gymnasium Melle, die Volkshochschule und einige Sportvereine betroffen.

Starke Verqualmung

Die Ortsfeuerwehr Melle-Mitte, Altenmelle und Bakum waren hier am Mittwochabend im Einsatz – mit insgesamt rund 70 Einsatzkräften. „Feuer im Gebäude“, lautete die erste Alarmmeldung. Sportler beim Training in der Halle waren erst auf das laute Piepen der Rauchmelder aufmerksam geworden. Kurz darauf bemerkten sie den Qualm im Eingangsbereich. Sie konnten die Halle rechtzeitig verlassen.

„Bei unserem Eintreffen war der Eingangsbereich bereits erheblich verraucht. Wo genau der Brand ausgebrochen war, konnten wir in diesem ersten Moment nicht sofort erkennen“, erläutert Feuerwehrsprecher Martin Dove. Es sei sofort die Alarmstufe erhöht und die Ortsfeuerwehren Altenmelle und Bakum mit hinzugezogen worden, um weitere Atemschutzgeräteträger, Wärmebildkameras und Hochleistungslüfter an die Einsatzstelle zu bekommen.

Mehrere Trupps unter Atemschutz

Bei der Suche nach dem genauen Brandort waren mehrere Trupps unter Atemschutzgeräten im Einsatz. Sie lokalisierten das Feuer schließlich in einer Batterieanlage für die Notbeleuchtung im Technikraum nahe des Eingangsbereichs. Ein Angriffstrupp brachte den Brand mit einem Kohlendioxid- sowie einem Pulverlöscher unter Kontrolle. Später – als der Strom abgeschaltet war – setzte die Feuerwehr auch Wasser ein, um die Batterieanlage komplett abzulöschen.

An mehreren Stellen mussten die Einsatzkräfte die abgehängte Zwischendecke öffnen, um das Gebäude auf Glutnester zu kontrollieren. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass die Flammen nur auf den Technikraum begrenzt waren.

Deutlicher Rauchschaden

Dennoch hatte sich Brandrauch über die Zwischendecke in die benachbarten Räume bis in die Turnhalle selbst ausgebreitet und hier einen deutlichen Rauchschaden verursacht. „Deshalb war bis in die Nacht eine umfangreiche Belüftung mit zwei Hochleistungslüftern notwendig“, erläutert Martin Dove. Die Sporthalle sei dadurch vorläufig nicht nutzbar.

„Für den Schulsport und für den wöchentlichen Trainingsbetrieb steht in Melle-Mitte keine andere Halle zur Verfügung, sodass die entsprechenden Stunden ausfallen müssen“, teilt Jürgen Krämer von der Stadt Melle mit. Für die Wochenendbelegung der nächsten Wochen werde jedoch seitens des Amtes für Familie, Bildung und Sport in Absprache mit den betroffenen Vereinen nach Ausweichhallen gesucht.

Sachverständiger begutachtet Gebäude

Um einen genauen Überblick über das genaue Ausmaß der Schäden zu erhalten, soll ein Sachverständiger am Freitag das Gebäude in Augenschein nehmen. Frühestens danach könne eine Aussage zu dem gesamten Schadensumfang und zur weiteren Zeitplanung gemacht werden, sagt Krämer. Die Stadt Melle werde alles daran setzen, die erforderlichen Reparaturarbeiten so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen, um auf diese Weise den Sportbetrieb in der Haferstraßen-Halle wiederherzustellen.

Über die Brandursache konnte die Polizei in einer Mitteilung am Donnerstag noch keine Aussage machen. Der Brandort sein beschlagnahmt worden.