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06.10.2017, 17:23 Uhr KOMMENTAR

Wie gemacht für den Meller Künstler Peter Eickmeyer

Kommentar von Christoph Franken

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (undatierte Darstellung) gilt als der bedeutendste deutsche Erzähler des 17. Jahrhunderts. Zeichnung: dpa/ArchivHans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (undatierte Darstellung) gilt als der bedeutendste deutsche Erzähler des 17. Jahrhunderts. Zeichnung: dpa/Archiv

Neuenkirchen. Das neue Projekt des Meller Künstlers Peter Eickmeyer, eine Graphic Novel zum Simplicius Simplicissimus, kommentiert Christoph Franken für das „Meller Kreisblatt“.

Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel haben ein Händchen dafür, aus dem wahrlich riesigen Angebot deutscher Literatur die Sahnehäubchen auszusuchen, die geradezu auf die beiden Neuenkirchener gewartet zu haben scheinen.

Zuerst gab Eickmeyer den Protagonisten des weltberühmten Remarque-Romans „Im Westen nichts Neues“ ein Gesicht. Bundesweit rühmten Feuilletonisten das Gespür des Künstlers und seinen zum Roman passenden Zeichenstil.

Nun haben er und seine Frau sich den Simplicius Simplicissimus vorgenommen. Das herausragende deutsche Werk des Barocks ist für Eickmeyer ebenfalls eine Fundgrube von Figuren und Charakteren, die Grimmelshausen trotz des bestialischen Roman-Umfelds des 30-jährigen Krieges mit Satire und Ironie zu meistern wusste.

Hoffentlich gelingt es den beiden Neuenkirchenern erneut, eine Graphic Novel zu realisieren, die Aufsehen erregt. Beide und das Werk Grimmelshausens hätten es verdient.


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