Neues Projekt von Peter Eickmeyer Meller Künstler arbeitet am Simplicius Simplicissimus

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Neuenkirchen. Nach ihrem fulminanten Debüt einer Graphic Novel des Remarque-Romans „Im Westen nichts Neues“ und ihrem Buch über Mittelmeer-Flüchtlinge arbeiten Peter Eickmeyer und seine Frau Gaby von Borstel an einer neuen Graphic Novel. Sie bebildert erstmals den Simplicius Simplicissimus“.

Dieser 1668 erschienene Schelmenroman von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen gilt als erstes Abenteuerbuch und wichtigstes Prosawerk des Barocks in deutscher Sprache. Der Neuenkirchener Künstler und seine Frau wollen nun diesem ersten deutschen Bestseller zu neuem Glanz verhelfen.

„Wir möchten mit den Mitteln der Graphic Novel eine neue Sichtweise auf den Roman verschaffen“, erklärte Gaby von Borstel während eines Besuchs im Neuenkirchener Künstleratelier. Damit werde das Werk, das sie als Mischung zwischen Schelmenroman, Lügenroman und Satire bezeichnet, hoffentlich auch wieder für jüngere Leute interessant.

400 Jahre stehen an

Natürlich spielte bei der Auswahl des Buches auch die Tatsache eine Rolle, dass „Der abenteuerliche Simlplicissimus“ im nächsten Jahr 400 Jahre alt wird, erklärte Eickmeyer ohne Umschweife. Das habe 2014 bei „Im Westen nichts Neues“ in Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs 100 Jahre zuvor schon gut funktioniert.

Gründliche Recherche

Wie immer haben sich die beiden zu gründlichen Recherchen an Orte wie Gelnhausen, Wittstock und Prag aufgemacht, die in Beziehung zum Simplicissimus stehen. „So nähern wir uns den Figuren ganz intensiv auch inhaltlich“, sagte Eickmeyer.

Das bereits 2015 in Angriff genommene Projekt musste kurzfristig zurückstehen, weil beide aktuell ihre Erfahrungen auf einem Flüchtlingsschiff in einem Buch umsetzten.

Nun aber entstehen unter Eickmeyers Aquarell-Pinseln wieder große flächige Hintergrundbilder als Grundlage für den grafischen Ansatz. Parallel dazu arbeitet Gaby von Borstel an den Texten.


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