Problem mit Toiletten Schüler nutzen den Ortsrat Buer für Beschwerde

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Buer. Das Thema lässt die Bueraner nicht los: die kaputten Stinketoiletten an der Oberschule. Nachdem die sanitären Anlagen in der Grundschule saniert wurden, hofften Schüler, Eltern und Lehrer, dass nun auch die Außentoiletten an der Oberschule renoviert werden. Das Problem ist seit Jahren bekannt. Passiert ist nichts. Das haben Schüler der achten Klasse zum Anlass genommen, am Montagabend im Ortsrat ihrem Ärger Luft zu machen.

Sie sind enttäuscht und sauer und fühlen sich im Stich gelassen. „Bei der Jugendkonferenz haben die Politiker gesagt, dass sie uns helfen werden. Aber sie machen es nicht“, sagt Betül Bagsiz. Die 14-Jährige hatte mit fünf anderen Mitschülern im Ortsrat auf die Situation an der Oberschule aufmerksam gemacht. Kaputte Klobrillen, Urinstein in der Kloschüssel, Schimmel in den Ecken, kaputte Türschlösser – die Mängelliste, die die Schüler im Ortsrat präsentierten, war lang.

Keine Toiletten im Hauptgebäude

Bereits in der Jugendkonferenz im Frühjahr hatten Schüler aus Buer die Sanierung der Toiletten gefordert. Mit einer Präsentation hatten sie den anwesenden Politikern erklärt, warum die Außentoiletten kaum noch zu benutzen sind, und warum das so ein großes Problem ist. Die Außentoiletten sind die einzigen Toiletten, die die Schüler im Hauptgebäude benutzen können. Als die Schule in den 60er Jahren gebaut wurde, waren im Gebäude selbst gar keine Toiletten vorgesehen. Die wurden in den Außenbereich verlegt. Mit der Erweiterung der Schule erhielt zwar jedes Gebäude eigene Toiletten, doch die Situation im Hauptgebäude blieb gleich. Dort sind die fünften Klassen untergebracht.

Lange Mängelliste

Alternativ zu den Außentoiletten könnten die Schüler die sanitären Anlagen im Fachraumgebäude benutzen, schlugen die Achtklässler vor. Diese Idee nahmen die Ortsratsmitglieder gerne auf. Allerdings müsse dafür die Tür zum Flur mit den Fachräumen abschließbar sein, gab Schulleiterin Angelika Grobe zu bedenken. Denn das Gebäude ist während der Pausen abgeschlossen. Somit können auch die Toiletten, die direkt neben dem Eingang liegen, nicht benutzt werden. Das sei eine schnelle, preiswerte Lösung des Problems, meinte Bärbel Rolle (SPD). Sie zählte jedoch noch weitere Baustellen an Oberschulgebäuden auf: Der Schallschutz im Fachklassentrakt sei ein Problem. Das Flachdach über den Außentoiletten sei undicht. Und das Dach eines weiteren Gebäudes sei stark bewachsen. Ohnehin sei der Fachklassentrakt seit dem Bau nicht saniert worden.

Angesichts der langen Mängelliste an der Oberschule schlug Uschi Thöle-Ehlhardt (UWG) vor, einen Arbeitskreis zu bilden, in dem die Ortspolitiker einen Sanierungskatalog erarbeiten und erörtern, wie dieser Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Dass die Stadt bezüglich der Oberschule zügig in die Planung gehen muss, darin waren sich alle Ortsratsmitglieder einig, ebenso wie in der Einsetzung des Arbeitskreises zu diesem Thema.

Irgendwie uninteressiert

Den Schülern bleibt nun nichts anderes übrig, als „abzuwarten und zu hoffen“, wie es Philipp Witte zusammenfasste. Betül Bagsiz will nicht locker lassen, wenn sie im Jugendparlament mitarbeitet. Beide wissen zwar, dass der Ortsrat keine Entscheidungen trifft, sondern nur Empfehlungen ausspricht. Was wann an welcher Schule renoviert wird, entscheidet der Rat der Stadt. Trotzdem hatten sich die Schüler etwas mehr Rückendeckung erhofft. „Irgendwie kamen die so uninteressiert rüber“, meinte Betül Bagsiz.


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