Ein Alphorn und 26 Beagle Meller Reitjagd mit einigen Überraschungen

Von Conny Rutsch

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Equitage der Beagle-Meute Münsterland führt traditionell die Bueraner Reitjagd an. Fotos: Conny RutschDie Equitage der Beagle-Meute Münsterland führt traditionell die Bueraner Reitjagd an. Fotos: Conny Rutsch

Melle. 40 Reiter starteten am Samstagnachmittag gut gelaunt und bei passendem Wetter vom Hof Backhaus in Buer zu einem herbstlichen „Ritt rund um den Bleistift“, wie Jagdleiter Hermann Niermann es ausdrückte.

Er bedankte sich ausdrücklich bei den Landeignern, die ihre Felder für den Ritt freigegeben hatten. „Mein Pferd hat leider Rücken“, bedauerte Maria Gillissen, Chefin der Beagle-Meute Münsterland aus Marl und musste aus diesem Grund die Bueraner Reitjagd mit dem Auto begleiten.

Traditionell eröffnete mit besonderen Signalen die niederländisch-deutsche Bläsergruppe „Les Trompes des Quatre-Vents“ die Jagd, in der seit vielen Jahren Melles neuer Förster Werner Scholz mitbläst. Und unter den Klängen von „Aufbruch zur Jagd“, geblasen von den Meesdorfer Fuchsbläsern, starteten die Jagdreiter hinter Schleppenleger Lena Giese und Rainer Oberniehaus. Danach folgte die Equitage, die Reiter, die die Hundemeute begleitet. 13 Beagle-Koppeln hatte Maria Gillissen in diesem Jahr am Start. „Das sind 26 Hunde, die zu zweit an einer kurzen Leine, der Koppel, ausgebildet werden“, erklärte die Chefin dieser einen von noch drei Beagle-Meuten in Deutschland. Und wie jedes Jahr wieder bildeten die Lumpensammlerinnen Sandra Craney und Manuela Dröge den Schluss der drei Reiterfelder, deren erstes von Hermann Niermann und Josef Giese angeführt wurde. Das zweite Feld hatten Monika Giese und Bernhard Uhlen unter Aufsicht und das dritte Kim Backhaus und Maike Radke.

Herausforderung

Über schon abgeerntete Felder und an Waldkanten entlang entfernten sich die Reiter zunächst in östlicher Richtung, um Buer Richtung Süden zur Pause auf dem Hof Niermann an der Alten Poststraße zu umrunden. Dort erwartete die Reiter eine besondere Überraschung. Als sie den Wald unterhalb des Klimaturms verließen, begrüßte sie der Klang des Alphorns von Helmut Meyerdrees aus Neuenkirchen.

Wie jedes Jahr wieder bereitete eine breite Hecke, die bergan gesprungen werden muss, für Reiter und Pferd eine besondere Herausforderung, und so manche Faust wurde triumphierend ausgestreckt oder auch erleichtert gejubelt, wenn diese Hürde vor der Pause genommen war.

Gegen 17 Uhr fand sich die Jagdgesellschaft, die von Feuerwehr und DRK begleitet wurden, über Sehlingdorf kommend, wieder am Ausgangspunkt ein. Die Hunde erhielten zur Belohnung Pansen, die Pferde wurden ebenfalls versorgt und bald danach begann der Stiefelball für die Reiter und die Gäste des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Buer auf dem Hof Backhaus. Bis in die frühen Morgenstunden wurde dieser fröhliche Jagdtag gebührend gefeiert, während der kleine Star unter den Fußgängern, das Braunkopfklammeräffchen „Smiley hope“ sicher schon in Meesdorf bei seiner Pflegerin Heike Läkamp vom Osnabrücker Zoo von seinem aufregenden Herbstausflug träumte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN