Von Seeed bis Merkel Schüler aus USA zu Gast an der IGS Melle

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Amerikanische und deutsche Schüler nebst Lehrern. Foto: Michael Hengehold

            


            


            
Amerikanische und deutsche Schüler nebst Lehrern. Foto: Michael HengeholdAmerikanische und deutsche Schüler nebst Lehrern. Foto: Michael Hengehold Amerikanische und deutsche Schüler nebst Lehrern. Foto: Michael Hengehold

Melle. Es gibt tatsächlich Amerikaner, die die deutsche Sprache gerne hören. Einige von ihnen waren gerade im Rahmen eines Schüleraustauschs an der IGS in Melle. Mitte September erfolgt dann der Rückbesuch der Deutschen in Irondequoit/New York.

Spanisch, Französisch, Italienisch oder eben Deutsch können die Schüler an der Irondequoit Highschool wählen. Bei Schülern, die sich für Deutsch entscheiden, habe das oft familiäre Gründe (Vorfahren aus Deutschland), erläutert Lehrerin Denée Green.Oft seien auch Geschäftsbeziehungen der Eltern in deutschsprachige Länder ein Grund. Mancher mag kein Spanisch, weil es alle belegen – Spanisch ist wegen der vielen Latino-Einwanderer inzwischen die zweitmeist gesprochene Sprache in den USA – und dann gebe es eben auch jene, „die Deutsch einfach gerne hören“.

Rammstein? Oh, ja!

Das schließt deutsche Popmusik ein. AnnenMayKantereit sind der Lehrerin ein Begriff, ein Schüler ruft „Seeed“ dazwischen, ein Mädchen aus Irondequoit mag Cro. Als der Reporter nach Rammstein fragt, lautet die Antwort: „Oh, ja!“

Und wen kennen die 16- und 17-Jährigen sonst noch aus good ole Germany? Namen schwirren herum: „Merkel“, sagt einer, „Heidi Klum“, ein anderer. Auch Michael Ballack, Michael Schuhmacher und (der Österreicher) Niki Lauda werden genannt. Und selbst deutsche Filme wie der in USA recht populäre „Lola rennt“ sind den Schülern geläufig. „Sowas sehen wir im Unterricht, aber auch privat“, erklärt Denée Green, die mit Kollegin Kim Jaloscynski und elf Schülern in den Green District (Grönegau) gereist ist.

Evan (16) erwähnte begeistert die Schafe, die in der Nähe des Grönegaubades grasten, womöglich assoziiert er mit diesen Tieren ausschließlich Australien. Aber auch das Osnabrücker Nettebad hat Eindruck bei dem jungen Mann hinterlassen, die Schule sei sehr modern und dann das deutsche Essen („actually good“): insbesondere Döner verdient das Prädikat „yummy“ (lecker).

Mensch ärgere dich nicht und Euchre

Gesprochen wurde meist Englisch, verrät Evans Austauschpartner Jan und andere Schüler bestätigen, dass es bei ihnen ähnlich gewesen sei. Allerdings sei die Tendenz mit zunehmendem Aufenthalt eher Richtung mehr Deutsch gegangen. Dabei mögen Gesellschaftsspiele wie Activity, Mensch ärgere dich nicht oder Monopoly ihren Anteil gehabt haben. Evan brachte im Gegenzug Euchre aus Amerika mit, ein Kartenspiel irgendwo zwischen Poker und Dopppelkopf.

Gibt es Lacrosse als Videospiel?

In einigen Wochen steht dann der Gegenbesuch in Irondequoit, einem Vorort von Rochester an. Irondequoit ist ein Seneca-Wort und bedeutet „Wo Wasser und Land zusammenkommen“. In dem 30000-Einwohner-Städtchen werden die Meller Schüler mit ihren Lehrern Kristina Cuijpers und David Höing zur Schule gehen sowie Land und Leute kennenlernen. Vor Rochester stehen einige Tage in New York auf dem Programm. IGS-Schüler Malte interessieren zum Beispiel die Sehenwürdigkeiten der Stadt und der dortige Sport. Fußball ist allerdings keine große Nummer dort, nicht einmal American Football oder Baseball sid die Nummer eins, sondern Lacrosse. Fußball haben einige der amerikanischen Gäste bei ihrem Besuch in Melle auch gespielt, besser gesagt: gezockt. Denn nicht mit dem Ball wurde gespielt, sondern der Konsole: Fifa. Gibt es Lacrosse eigentlich als Videospiel?


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