„Es soll ein fröhlicher Ort werden“ Umbau am Tierheim Melle geht voran

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Riemsloh. Rosa und lila, gelb und orange: Das Tierheim Melle wird bunt. Im Haus gehen die Umbaumaßnahmen stetig voran, draußen ist hingegen noch vieles zu tun.

Die ehrenamtlichen Helfer vom Tierschutzverein Melle sind im Dauereinsatz auf der Baustelle an der Riemsloher Europastraße, wo das Tierheim entsteht.

Bunte Katzenzimmer

In einem zarten Pastellgelb wird der Empfangsbereich gestrichen, die Küche dahinter erstrahlt schon in einem satten Grün. Bunte Farben ziehen sich auch durch die anderen Räume des Hauses. Das Büro von Charlotte Bockrath-Regel, Vorsitzender des Vereins, ist gelb gestrichen. Die Katzenzimmer sind individuell und ebenso bunt: eines in Zartrosa für die Katzenbabys, andere erstrahlen in Lila, Grün oder Blau. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass es bunt wird. Es soll ein fröhlicher Ort werden“, sagt die Vorsitzende.

Kurt Regel, der auf der Baustelle mit seinem handwerklichen Geschick für manche praktische Lösung sorgt, hat zusammen mit Stefan Opitz und weiteren engagierten Helfern die Fenster in den Katzenzimmern mit eigens gebauten Rahmen und Netzen gesichert. So können die Katzen frische Luft schnuppern und von der Fensterbank gefahrlos einen Blick in den Garten wagen. In der Zukunft sollen im Erdgeschoss noch Außenbereiche an den Katzenzimmern entstehen. Dann können die Tiere durch eine Klappe in einen abgesicherten und katzengerechten Gartenbereich.

Quarantänestation

Im Haupthaus ist schon vieles fertig – inklusive neuer Heizungen. Auch eine Kranken- und eine Quarantänestation sind entstanden. Die Fliesen für die beiden hellen Räume sind B-Ware. „Wir sparen, wo immer wie können“, erklärt Charlotte Bockrath-Regel. Einige Möbelstücke und Kratzbäume haben Tierfreunde bereits gestiftet. Weiteres Inventar wird noch benötigt. „Über eine Waschmaschine und einen Trockner würden wir uns sehr freuen“, sagt Bockrath-Regel.

Der Außenbereich bietet den Helfern hingegen noch ein umfangreiches Betätigungsfeld. Einzig die Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser sind in den Garten zum künftigen Hundebereich und dem Gewächshaus verlegt.

Einzugstermin verschoben

„Wir haben viel Geld investiert, um das Haupthaus fertig zu kriegen“, sagt Panela Opitz, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit beim Verein. Für den Außenbereich sucht der Verein noch weitere Unterstützer – auch solche, die handwerkliches Geschick einbringen möchten. Dabei sind es nicht nur die anfallenden Arbeiten, die Zeit und Geld kosten. Auch unerwartete Dinge kommen hinzu. So, wie die Holzhütte, die zur Kaninchenstation umgebaut werden sollte und nach einem Wasserschaden schlimm dasteht. „Ob wir da überhaupt noch was retten können, wissen wir nicht“, resümiert Panela Opitz.

Den Einzugstermin im Spätsommer wird der Verein nicht einhalten können. Auch, weil die entscheidende Nutzungsänderung durch die Stadt noch nicht erfolgt ist. Die Katzen werden demnach vorerst in der Katzenstation in Westerhausen bleiben, andere Tiere in ihren Pflegestellen.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.tierheim-melle.de .


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