Preise bei „Deutschland summt“ Meller Naturschutzgruppen national erfolgreich

Blühwiesenparty:Helfer verteilten regionales Saatgut auf Flächen in Westerhausen. Archivfoto: Christina WiesmannBlühwiesenparty:Helfer verteilten regionales Saatgut auf Flächen in Westerhausen. Archivfoto: Christina Wiesmann

Melle. Melle erhält mehrere Auszeichnungen für Insektenschutzzonen: Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Deutschland summt - Wir tun was für Bienen“ sind Gruppierungen aus dem Grönegau für ihren Einsatz für Insekten geehrt worden.

Innerhalb des bundesweiten Wettbewerbes, mit über 124 Gruppen und 1500 Personen wurden vier Preise an Meller Gruppierungen vergeben.

Die gemeinnützige „Umweltschutz und Lebenshilfe“ hatte von Anfang März bis Ende Juni gemeinsam mit Schulen, Firmen, Privatpersonen und Vereinen insgesamt annähernd 80000 Quadratmeter Blühwiese angelegt und in unterschiedlichen Sparten Bewerbungsunterlagen eingereicht.

Ausgezeichnet wurden nun die IGS Melle (3. Platz, Kategorie „Schul-, Kita- und Jugendclub-Gärten“), deren Schul-AG in fleißiger Arbeit ein wertvolles Insekten-Biotop geschaffen hat. AG-Leiterin Vera Remmers dazu: „Das Anlegen einer eigenen Blühfläche war für die Schüler etwas ganz Besonderes. Sie waren überrascht, dass man gemeinsam in nur zwei Schulstunden eine Rasenfläche so aufbereiten kann, dass sie sich in eine Blühfläche verwandelt.“

„Blühwiesenparty“

Die Grundschule Oldendorf, welche auf dem neuen Gelände des Gnadenhofes Brödel mit der „Umweltschutz und Lebenshilfe“ mehrere Hundert Quadratmeter „Futter- und Schutzzone“ angelegt hat, erhielt den 3. Platz in der Sparte „Firmen-, Institutions- und Vereinsgärten“ Julia Gommer, Vorstandsmitglied im Förderverein der Grundschule: „Wir, der Förderverein der Grundschule, freuen uns sehr über die Auszeichnung und sind gespannt auf eine weitere Zusammenarbeit im nächsten Schuljahr.“

Die „ 1. Meller Blühwiesenparty “ erhielt „Bronze“ im Bereich „Privatflächen“. Die gemeinnützige Unternehmergesellschaft „Umweltschutz und Lebenshilfe“ hat zudem für „herausragende Organisation und einen hohen Multiplikatoreffekt“ einen Sonderpreis gewonnen.

Geschäftsführer Kai Behncke: „Es ist toll, wie viele Menschen aus Melle mitgemacht haben. Die Aktivitäten spiegeln ein hohes Naturschutzbewusstsein wider, Melle geht hier mit gutem Beispiel voran. Dennoch haben wir noch nicht viel erreicht. Acht Hektar sind im Gesamtgefüge ein „Tropfen auf den heißen Stein“.

Das Insektensterben wird die Initiative noch viele Jahre intensiv fordern. Hier heißt es weiterhin: „Ärmel hochkrempeln und anpacken. Wünschenswert ist es, dass noch viel mehr Menschen aktiv werden. Ein tolles Beispiel ist die hiesige Jägerschaft , welche in den letzten Jahren beträchtliche Versorgungszonen für Insekten geschaffen hat,“ so Behncke.

Karsten Wachsmuth, Leiter der Infrastruktursparte der „Umweltschutz und Lebenshilfe“ fügt hinzu: „Es ist toll, wie viele Anfragen wir schon für 2018 erhalten haben. 50000 weitere Quadratmeter werden nächstes Jahr folgen. Erneut werden wir mit verschiedenen Schulen und Firmen aktiv werden.“

Weitere Anfragen können aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht angenommen werden.


0 Kommentare