Gute Sicht in Gefahr Signalzeichen an Bahnübergang in Melle kaum sichtbar

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Am Bahnübergang in Bakum wird ein Lichtsignal durch wucherndes Buschwerk verdeckt. Foto: Christina WiesmannAm Bahnübergang in Bakum wird ein Lichtsignal durch wucherndes Buschwerk verdeckt. Foto: Christina Wiesmann

Melle. Am Bahnübergang in Bakum wächst ein Busch in üppiger Ausdehnung und verdeckt die Sicht auf ein Lichtsignal. „Dies stellt eine große Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar“, findet ein Leser.

Wer ist für den Rückschnitt zuständig? Autofahrer, die von Oldendorf in Richtung Melle unterwegs sind haben es vielleicht schon bemerkt: Das rot aufleuchtende Lichtsignal am Bahnübergang in Bakum wird von einem Busch verdeckt und ist erst kurz vor dem Schrankenbereich zu erkennen.

Wer aber ist dafür zuständig, wild wucherndes Buschwerk dort zu entfernen, damit die Verkehrsteilnehmer das Signal rechtzeitig sehen können?

Der Meller Stadtgärtner Frank Schoster verweist auf die Straßenmeisterei Bohmte, da die Oldendorfer Straße im betreffenden Bereich als L90 in deren Zuständigkeitsbereich falle.

Die Straßenmeisterei verweist ihrerseits weiter an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Deren Geschäftsbereichsleiter für die Region Osnabrück, Cord Lüesse, erklärt auf Anfrage: „Die Signalisierungen an einem Bahnübergang werden im Regelfall durch die Bahn selbst gewartet und kontrolliert.“

Lüesse betont aber auch: „Grundsätzlich sind immer die Eigentümer der Grundstücke für die darauf stehenden Gehölze verantwortlich.“ Bei der Deutschen Bahn ist man bemüht, die Sache zu klären. Nach erster Überprüfung wird die Angelegenheit allerdings in den Zuständigkeitsbereich der Niedersächsischen Landesbehörde als Baulastträger für den entsprechenden Straßenbereich zurückgegeben. „Aus Sicht des Fachbereiches stehen die Pflanzen auf Fremdgrund“, gibt Angelika Theiding von der Deutschen Bahn-Pressestelle, Regionalbüro Hamburg, an. Bedeutet: Der Eigentümer des Grundstücks ist in der Pflicht.

Wenn dieser sich nicht kümmert, werden laut Behörde entsprechende Maßnahmen ergriffen.

„Wenn Anlieger nicht selbständig tätig werden und einen Rückschnitt tätigen, dann haben wir zum Beispiel genau wie die Bahn die Möglichkeit, die Anlieger auf das Erfordernis eines Rückschnittes hinzuweisen. Erst wenn Untätigkeit seitens der Anlieger vorliegt und darüber hinaus eine Verkehrsgefährdung droht, können wir oder die Bahn auch in Ersatzvornahme gehen und zu Lasten des Anliegers einen Rückschnitt durchführen oder veranlassen“, informiert Cord Lüesse.

Die Behörde wird überprüfen, ob der Busch tatsächlich auf einem Privatgrundstück wächst. „Im Zweifelsfall lässt sich die Eigentumsfrage aber nur durch eine Grenzfeststellung klären, denn die Grundstücksgrenzen verlaufen leider nicht immer in gleichmäßigem Abstand zur Fahrbahn“, weiß Lüesse.


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