Ein Bild von Christoph Franken
28.07.2017, 12:04 Uhr KOMMENTAR

In Melle gut aufpassen

Kommentar von Christoph Franken

Sehr deutlich wird im Freibad Rödinghausen auf das Fotografierverbot aufmerksam gemacht. Foto: Christoph FrankenSehr deutlich wird im Freibad Rödinghausen auf das Fotografierverbot aufmerksam gemacht. Foto: Christoph Franken

Melle. Die unterschiedliche Handhabung von Fotografierverboten in Melle und benachbarten Freibädern kommentiert für das „Meller Kreisblatt“ dessen Lokalchef Christoph Franken.

Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Daher werden die kleinen technischen Begleiter selbstverständlich auch mit ins Schwimmbad genommen. Warum auch nicht? Selfies am Beckenrand, der mutige Sprung vom Fünf-Meter-Brett, das Liegewiesen-Picknick mit Freunden, das Enkelkind im Planschbecken: Alles wird im Bild festgehalten und sofort ins Internet gestellt, um den Augenblick mit anderen zu teilen. Nur leider geraten oft auch Fremde in Bikini oder Badehose mit auf das Foto, was deren Empfindungen und Rechte verletzt.

Das sind noch die eher harmlosen Fälle. Aber was ist mit üblen Zeitgenossen, die vermeintlich SMS oder Mails lesen, dabei aber Jugendliche und Kinder heimlich ablichten?

Die Badbetreiber gehen unterschiedlich vor. Die einen wie im angrenzenden NRW setzen auf generelle Verbote, in Hessen und im Carpesol in Bad Rothenfelde müssen die Linsen abgeklebt werden und Melle setzt relativ liberal auf ohnehin bestehende gesetzliche Regelungen.

Was ist der richtige Weg? Angesichts der Unvernunft vieler Smartphone-Nutzer sicherlich das generelle Verbot. In Melle müssen Badefreunde dagegen verstärkt aufpassen, was sie tun.


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