Gulaschsuppe, Polka und Arschbomben „Musik unter 15 Eichen“ in Melle-Buer begeistert

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Umsonst und draußen - das Festival „Musik unter 15 Eichen“ lockte zahlreiche Besucher an. Foto: Christina WiesmannUmsonst und draußen - das Festival „Musik unter 15 Eichen“ lockte zahlreiche Besucher an. Foto: Christina Wiesmann

Buer. Am Samstag war es soweit: In Hustädte auf dem Hof von Stephan Rodefeld fand die vierte Auflage des Festivals „Musik unter 15 Eichen“ statt. Musik, Artistik und Comedy in Kombination mit lässiger Atmosphäre erwiesen sich als perfekte Mischung.

Am Morgen waren noch derbe Regenschauer über den Grönegau hinweggefegt. Doch am späten Nachmittag, als die ersten Besucher zum Rodefeldschen Hof tingelten, zeigte sich der Sommer von seiner gnädigen und durchaus ansehnlichen Seite.

Abstecher von US-Tour

Gut so, denn das Line-up für den Abend konnte sich absolut sehen lassen. Neben Joe D’Urso, der Billy Walton Band und Comedy-Act Philipp Dammer waren auch die Lokalmatadoren von Von Weiden am Start. „Und die gehen ab wie Dittchen“, schmunzelte Gastgeber Stephan Rodefeld, der das Festival unter Mitwirkung von Sabin Olböter und Olaf Bürger erneut auf die Beine gestellt hatte.

Über das vierte Festival in Hustädte, zwischen Wiesen und Feldern und unter 15 uralten Eichen, sagte Olaf Bürger: „Wir freuen uns wie jeck. Spätestens um 4.30 Uhr werden wir alle eine Arschbombe in den Badeteich machen.“

Den Auftakt machte gegen 19 Uhr Joe D’Urso. Mit seiner markanten Stimme brachte er unter anderem Harry Chapins „Cats in the Cradle“ auf die Bühne – einfach wunderschön.

Einen Abstecher von ihrer US-Tour machte The Billy Walton Band aus New Jersey im beschaulichen Hustädte – inklusive Bläsern.

Festivalatmosphäre

Nach einer kleinen Pause auf der Bühne ging es weiter mit Comedian Philipp Dammer und Von Weiden, die Polka mit deutschen Texten parat hatten. Ein Programm, das sich absolut sehen und vor allem hören lassen konnte.

Einige Hundert Besucher tummelten sich auf dem Anwesen, lümmelten auf der Wiese und am Badeteich herum oder verfolgten die Show direkt an der Bühne.

Kalte Getränke standen hoch im Kurs, Cocktails an der rustikalen Bar ebenso. Neben Pommes und Bratwurst gab es aber noch eine besonders deftige und scharfe Leckerei für die hungrigen Besucher.

In einem Kessel auf der Wiese blubberte sie und als die selbst gemachten Spätzle in die original ungarische Gulaschsuppe hineingerieben wurden, war das kulinarische Highlight nach knapp vier Stunden über offenem Feuer fertig. „Lecker!“, lautete das Urteil der Hungrigen, die sich einen Becher Suppe in locker-lässiger Festivalatmosphäre genehmigten.

Bis weit in die laue Sommernacht hinein wurde geschwoft und gefeiert. Ob tatsächlich Arschbomben in den Badesee gemacht wurden – unklar. Klar ist aber, dass sich nicht wenige auf eine Neuauflage im nächsten Jahr freuen.


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