Im Brunnen der Diedrichsburg Bange Frage in Melle: Läuft jetzt genug Wasser?

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Melle. Voller Spannung warten die Mitglieder des Verschönerungs- und Verkehrsvereins (VVV) Melle auf Messergebnisse aus dem historischen Brunnen an der Diedrichsburg. Haben Aufräumarbeiten im Schacht ausgereicht, um die ins Stocken geratene Wasserversorgung wieder herzustellen?

Seit September 2016 lieferte der gemauerte Brunnen nicht mehr genug Wasser für die Gastronomie in der Burg. Seitdem transportierten Vereinsmitglieder das Wasser per Tankwagen auf dem Berg. Nun aber waren sie es leid: Der Restaurant-Pächter willigte ein, seinen Betrieb bis einschließlich 1. August zu schließen, damit Fachleute den Brunnen in Augenschein nehmen können.

Schwere Arbeit

In mühevoller harter körperlicher Arbeit wurden einige Kubikmeter Unrat aus der Tiefe geholt, darunter Ketten, schwere Wackersteine und Geröll. Hermann Kuipers und Gerd Regel vom VVV verwiesen darauf, dass die Abdeckung des Brunnens neben dem heutigen Brunnengebäude bis 1985 nur mit Holzplatten abgedeckt war. „Bis dahin wurde da viel hineingeworfen, vermutlich, um es in der Tiefe platschen zu hören“, sagte Kuipers.

Mit den jetzigen Auskofferungsarbeiten ist der Schacht 1,5 Meter tiefer geworden und besitzt nun eine Gesamttiefe von 37,5 Metern.

10.000 Liter pro Woche

Seit Tagen messen Kuipers und Regel akribisch die Wasserstände. Sie wollen wissen, wie viel Wasser der Brunnen jetzt nach den Arbeiten täglich liefert. „Wir tasten uns mit unseren Meßreihen heran, pumpen Wasser hoch, lassen es über einen Wasserzähler laufen und messen erneut“, erklärte Kuipers. Noch sei es zu früh, zu sagen, ob die Maßnahme erfolgreich war. Sicher ist nur, dass der Gastronomiebetrieb pro Woche rund 10.000 Liter Wasser benötigt. „Die Masse rührt von den Toilettenspülungen her, denn auch Ausflügler im Wildpark dürfen die Anlagen der Burg nutzen“, berichteten die beiden.

Begeistert sind sie von der Qualität des glasklaren Wassers, das sich im Schacht sammelt. „Pieksauber“ stellten sie fest.


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