Investor aus dem Stadtteil Ein barrierefreier Neubau für Melle-Buer

Von Conny Rutsch

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So soll der Neubau des Hauses mit acht Wohnungen in Buer „Auf Torf“ aussehen. Skizze: Lauhofff Architekten/Reprofoto: Conny RutschSo soll der Neubau des Hauses mit acht Wohnungen in Buer „Auf Torf“ aussehen. Skizze: Lauhofff Architekten/Reprofoto: Conny Rutsch

Buer. Der erste Spatenstich ist erfolgt: In der Straße „ Auf Torf“ im Meller Stadtteil Buer beginnen in Kürze die Bauarbeiten für ein Achtfamilienhaus, das behindertengerecht und barrierefrei ausgestattet wird.

Ortsbürgermeister Dieter Finke-Gröne, Investor Mehmet Yavuz und Architektin Carolin Lauhoff stellten das Projekt vor. Ursprünglich war ein Neubau dieser Art für Melle-Mitte vorgesehen, aber ein Gespräch mit Dieter Finke-Gröne und seine eigene Einstellung gegenüber Buer ließen Mehmet Yavuz diesen Plan verwerfen. „Ich bin in Buer geboren, dies ist meine Heimat, und ich möchte mit diesem Bau ein Signal für die Belebung des Ortes setzen“, betonte der Geschäftsmann. Er kaufte „Auf Torf“ das Haus, in dem früher die Bäckerei Frech ihren Sitz hatte. Die Idee, den Neubau auf diesem Grundstück zu errichten, verwarf er wegen gesetzlicher Vorgaben für eine Grenzbebauung und mit Rücksicht auf die Nachbarn.

„Hier bauen wir jetzt die Parkplätze für die neuen Wohnungen“, erklärte Yavuz.

Für acht Familien

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entsteht nun ein Achtfamilienhaus, das mit der schmalen Seite zur Straße hin liegen wird. „Das Haus wird aus zwei Baukörpern bestehen mit Eingang in der Mitte der Längsseite“, erklärte Architektin Carolin Lauhoff. Der Eingangsbereich mündet in eine sogenannte Glasfuge, einen Durchgang, von dem aus die Eingänge in die Wohnungen, Treppenhaus und Fahrstuhl angelegt sind. „Wie die umliegende Bebauung wird auch dieses Haus zweigeschossig sein, auch wird die äußere Gestaltung inklusive Dach angepasst werden“, sagte sie.

Bodentiefe Fenster

Vier gleich ausgestattete Wohnungen liegen jeweils auf den beiden Etagen mit einer Größe von etwa 75 Quadratmetern, jede von ihnen erhält in den Eckbereichen einen überdachten Balkon. Die Wohnungen bestehen aus einem großzügigen Wohnbereich mit offener Küche, einem Schlafzimmer, sowie einem weiteren Zimmer, einem Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine und Trockner sowie einem behindertengerechten, ebenerdigen Bad, das auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Die Wohnungen werden bodentiefe Fenster erhalten, sodass die Räume mit Licht durchflutet werden

Für Ortskernverdichtung

Auch der Außenbereich wird nach Angaben der Architektin großzügig gestaltet: mit einem Grillpavillon, einem Abstellhäuschen für Fahrräder, barrierefrei zu erreichenden Grünbereichen und zwei Parkmöglichkeiten am Haus. „Die Zielgruppe der neuen Mieter könnte aus jungen Familien, alleinstehenden und auch aus älteren Menschen gemischt bestehen“,so Yavuz. Er wolle mit dem Neubau bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Ortsbürgermeister Dieter Finke-Gröne verweist auf die gewünschte Ortskernverdichtung. „Zielsetzung und großes Interesse des Ortsrates ist es, mit der innerörtlichen Bebauung die Baulücken zu schließen sowie die Zersiedlung des Außenbereiches zu mindern“, schließt er das Gespräch.


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