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09.07.2017, 16:57 Uhr KOMMENTAR

Brunnen an Diedrichsburg in Melle braucht Regen

Kommentar von Kirsten Muck

Wo ist es denn, das Grundwasser? An der Diedrichsburg ist der Grundwasserspiegel im Brunnen so niedrig wie noch nie. Foto: Kirsten MuckWo ist es denn, das Grundwasser? An der Diedrichsburg ist der Grundwasserspiegel im Brunnen so niedrig wie noch nie. Foto: Kirsten Muck

Melle. An der Diedrichsburg in Melle inspiziert ein Brunnenbauer den Brunnen. Er soll herausfinden, warum der Grundwasserspiegel an der Burg so niedrig ist. Die Hoffnung der Ehrenamtlichen des Verschönerungs- und Verkehrsvereins Melle, dass nach dem Aufräumen und Säubern des Brunnens der Pegel wieder ansteigt, hat die Kommentatorin nicht.

Zuerst einmal ist das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des VVVs zu loben. Stundenlang haben sie in der Sonne die Baustelle vorbereitet und anschließend Holz, Steine und Müll aus dem Brunnen befördert. Ob ihr Einsatz am Ende mit einem Anstieg des Grundwasserspiegels belohnt wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlicher ist, dass die Misere mit dem Pegelstand der allgemeinen Wetterlage zuzuschreiben ist. Der Winter und das Frühjahr waren in Deutschland teils rekordverdächtig trocken. Der März ging sogar als der wärmste März in die Geschichte der Wetteraufzeichnungen seit 1881 ein. Dabei füllen sich gerade im Winter durch regelmäßige Niederschläge, die im Boden versickern, die unterirdischen Wasserreservoirs. Bleibt der Regen aus, sinken auch die Grundwasserspiegel. Was bleibt den Verantwortlichen des VVV? Hoffen, dass es im Winter wieder regelmäßiger und mehr regnet.


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