Nach Schließung einer Apotheke Meller Lösung: Arzt kann Rezept faxen oder mailen

Geschichte: Apotheker Helmut Dodt war 34 Jahre in der Linden-Apotheke in Gesmold. Archivfoto: Christina WiesmannGeschichte: Apotheker Helmut Dodt war 34 Jahre in der Linden-Apotheke in Gesmold. Archivfoto: Christina Wiesmann

Gesmold. Nach Schließung der Lindenapotheke im Meller Stadtteil Gesmold gibt es für die Betroffenen eine Lösung: Andere Apotheken können dem Patienten Medikamente direkt zuschicken.

Dazu müssen die Patienten ihren Arzt lediglich bitten, das Rezept an ihre Wunsch-Apotheke zu faxen oder zu mailen. Die jeweilige Apotheke besorgt das Medikament und liefert es, soweit vorrätig, am selben Tag direkt an den Patienten aus. Dieses Angebot hat der Ortsrat nach intensiven Gesprächen jetzt als „gut und praktikabel“ unterbreitet, wie Marlies Kellenbrink für den Arbeitskreis des Ortsrates erklärte.

Patient entscheidet

Im Vorfeld waren alle Versuche, die Schließung der einzigen Apotheke im Ort zu verhindern, gescheitert. Zwei Apotheken aus den Nachbarorten hatten daraufhin bei der Apothekerkammer Niedersachsen beantragt, eine Rezeptsammelstelle in Gesmold mit anschließender direkter Medikamenten-Lieferung einzurichten. Das aber lehnte die Kammer ab, weil sie Wettbewerbsverzerrungen sah: Der Patient müsse entscheiden können, welche Apotheke ihn beliefern soll.

Diese Vorgabe sieht der Ortsrat mit der neuen Regelung als erfüllt an. „Uns war es wichtig, die Versorgung der Gesmolder Bevölkerung, und hier auch gerade der älteren Bürger, weiter sicherzustellen“, heißt es in der Mitteilung des Ortsrates.


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