„Bundes-Sprach-Kita“ Charly’s Kinderparadies in Melle ist multikulturell

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Vorlesestunde in Charly’s Kinderparadies: Daniela Rocholl mit den aufmerksamen Zuhörerinnen Laura (links) und Lotta. Foto: Charley‘s KinderparadiesVorlesestunde in Charly’s Kinderparadies: Daniela Rocholl mit den aufmerksamen Zuhörerinnen Laura (links) und Lotta. Foto: Charley‘s Kinderparadies

Melle. Charly’s Kinderparadies ist multikulturell: Mädchen und Jungen aus mehr als zehn verschiedenen Nationen besuchen die Krippe und den Kindergarten in Melle.

Einerseits ist die Vielfalt der Kulturen eine Bereicherung für die Einrichtungen. Andererseits bringt dieser Nationen-Mix gerade im Hinblick auf die Sprache auch Herausforderungen mit sich. Aus diesem Grund hatte sich Charly’s für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil die Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ beworben – mit Erfolg. Nur drei andere Einrichtungen aus dem Raum Melle zählen ebenfalls zu den „Bundes-Sprach-Kitas“.

Mit diesem Programm stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas.

Alltagsintegrierte Sprache

Allein in der ersten Förderphase wurden bis zu 4000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den Kitas und in der Fachberatung geschaffen. 400 Millionen Euro hatte der Bund zur Verfügung gestellt.

„Wir haben in unseren Einrichtungen viele Kinder mit Migrationshintergrund, die sprachlich Nachholbedarf haben“, sagen Simone Vahlbusch (Leiterin Krippe) und Elisa Bohlmann (Leiterin Kindergarten). „Aber es geht ja in erster Linie um alltagsintegrierte Sprache, davon profitieren auch die deutschen Kinder.“

Fragebogen für Eltern

Daniela Rocholl ist die Fachkraft für Sprache in der Krippe und im Kindergarten. Sie hört aber nicht nur den Kindern zu. „Daniela verfolgt auch, wie wir mit den Kindern sprechen und gibt uns dann Tipps, wie wir noch besser mit ihnen kommunizieren können“, erklärt Simone Vahlbusch. „Sie ist eine Hilfe auf fachlicher Ebene, eine Fachberatung für das Team sozusagen“, ergänzt Elisa Bohlmann.

19,5 Stunden pro Woche stehen Daniela Rocholl hierfür zur Verfügung. Ihre Aufgabe: Die Ziele des Bundesprogramms umsetzen und ihr Wissen an die Kolleginnen weitergeben. „Alltagsintegrierte Sprache, die Zusammenarbeit mit den Familien und inklusive Pädagogik sollen gefördert werden“, sagt die Fachkraft. Gemeinsam mit den Erzieherinnen hat sie Ideen gesammelt, wie diese erreicht werden können: „Im Kindergarten ist schon eine Art Bücherei eingerichtet worden. Wir möchten noch einen Elternabend zu diesem Thema anbieten und einen Fragebogen an die Mütter und Väter verteilen. Im Kindergarten ist zudem eine Sprachlernwekstatt geplant.“

Freude über Fachkraft

Weitere Ideen und Anregungen wird sie in den kommenden Wochen und Monaten auf zahlreichen Fortbildungen und in regelmäßigen Workshops erhalten. „Unsere Krippe und der Kindergarten sind im Bereich Sprachentwicklung schon ganz gut aufgestellt“, sagt Daniela Rocholl. Eine Einschätzung, der man Glauben schenken darf, denn Daniela Rocholl ist zum 1. April aus einer Bundes-Sprach-Kita aus dem Raum Herford nach Melle gewechselt und daher schon mit dem Thema vertraut. „Wir sind froh, dass Daniela bei uns ist und wichtige Impulse für die Arbeit mit den Kindern geben wird“, sind sich die Leiterinnen einig.


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