Kaum Verständnis für Sperrung Brücke in Melle immer noch für Radler gesperrt

Die gesperrte Radfahrerbrücke an der L 91 sorgt wegen einiger maroder Bretter schon seit November für Verkehrsbeeinträchtigungen. Foto: Norbert WiegandDie gesperrte Radfahrerbrücke an der L 91 sorgt wegen einiger maroder Bretter schon seit November für Verkehrsbeeinträchtigungen. Foto: Norbert Wiegand

Melle. Die seit November bestehende Fahrbahnverengung an der Violenbrücke auf der Riemsloher Straße, verschleppte und vergessene Ausgleichsmaßnahmen, der Bebauungsplan Ortskern Riemsloh und Forderungen für den Haushalt 2018 waren Themen der Ortsratssitzung im Hotel „Alt Riemsloh“ am Dienstagabend.

Außerdem zeigte Regionalmangerin Katrin Harting den Stadtteilparlamentariern in einem interaktiven Vortrag auf, wie Riemsloher Vereine, Privatpersonen oder Gremien förderungsfähige Projekte in die ILE-Region „Fabelhafter Grönegau“ einbringen können. Ganz ungewöhnlich war, wie die Regionalmanagerin die Ortsratsmitglieder und die acht zuhörenden Einwohner einbezog: Alle Anwesenden schrieben ihre Projektideen auf Zettel, die Harting einsammelte und mitnahm.

In der Einwohnerfragestunde wollte Gerd Buermeyer wissen, wann die Violenbachbrücke für Radfahrer auf der Landesstraße 91 endlich repariert wird. Er wies auf die Rückstaus und Verkehrsbehinderungen hin, die dort von Autofahrern und Radlern seit November ertragen werden müssen. „Wir sind weit von den Entscheidungsgremien entfernt“, konnte Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt (CDU) keine Antwort präsentieren.

„Was ist mit den angekündigten Ausgleichsmaßnahmen für die vor drei Jahren gefällten 25 Bäume an der Landesstraße 91?“, fragte Siegfried Göhner. Der Einwohner forderte den Ortsrat auf, auf seinem Informationsrecht gegenüber der Landesbehörde für Straßenbau zu bestehen.

Möglicherweise nicht stattfindende Kompensation bemängelte auch Peter Mittelberg (UWG) im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Ortskern Riemsloh. Er bezweifelte, ob interne Kompensationen wie die Begrünung von Flachdächern überhaupt überprüft werden. Dennoch stimmte er, wie alle anderen Stadtteilparlamentarier, der dritten Änderung des Bebauungsplanes zu. Der Wegfall von Emissionen einer ehemaligen Schweinehaltung ermöglichte diese Änderung, die nun bauliche Verdichtungen am Rande des Ortskerns erlaubt.

BMX-Bahn gefordert

Die seitliche Verkleidung der Pausengänge auf dem Schulhof müsse unbedingt in den städtischen Haushalt 2018 aufgenommen werden, waren sich die fünf Ortsratsparteien (sieben CDU, ein FDP, drei SPD, drei Grüne, ein UWG) einig. Gerhard Boßmann (SPD) forderte die Einstellung von Mitteln für eine BMX-Bahn, vielleicht mit Fördergeldern der ILE-Region. „Es gibt zu wenig Umkleiden“, machte sich Dieter Kintscher (CDU) für Verbesserungen im Freibad stark. Alle drei Zusatzvorschläge wurden einstimmig in die Liste für den Haushalt 2018 aufgenommen.

„Zum Beginn des neuen Schuljahres nimmt der neue Busbahnhof seinen Betrieb auf“, kündigte Günter Oberschmidt in seinen Mitteilungen an. Die Bepflanzung der Beete folge dann im Herbst. Die von einem Virus befallenen Kastanien auf dem Kastanienplatz müssten bei trockenen Witterungsabschnitten gut bewässert werden, damit sie erhalten bleiben, ermahnte er die Verwaltung.


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