Ein Bild von Michael Hengehold
24.05.2017, 15:23 Uhr KOMMENTAR

Melle auf dem Highway to MEL

Kommentar von Michael Hengehold

Zurück in die Zukunft? Einige (viele?) Meller wollen das alte MEL-Kennzeichen wieder haben. Foto: StadtarchivZurück in die Zukunft? Einige (viele?) Meller wollen das alte MEL-Kennzeichen wieder haben. Foto: Stadtarchiv

Melle. Die UWG nimmt der SPD in Sachen Wiedereinführung der alten MEL-Kennzeichen die Butter vom Brot und der Landkreis kann nicht einfach auf seinem Argument „sehr teuer“ beharren, meint unser Kommentator.

Den Vorstoß aus SPD-Kreisen zur Wiedereinführung der alten MEL-Kennzeichen greift die UWG nun auf und versucht, vor allem hinsichtlich der Kosten Licht ins Dunkel zu bringen. Damit nimmt sie der SPD die Butter vom Brot; aber auf die Idee, eine offizielle Anfrage beim Kreis zu stellen, hätten die Sozialdemokraten auch kommen können.

Der Kreis zeigt sich ja bekanntlich halsstarrig und will die alten Nummernschilder nicht wieder auf den Straßen sehen.

Dabei sollten die Verantwortlichen nicht übersehen, dass eine Verwaltung für die Bürger da zu sein hat und wenn die alte Kennzeichen wollen, dann sollte der Kreis mindestens wohlwollend prüfen, ob er das möglich machen kann. Die Notwendigkeit nicht zu erkennen, reicht nicht als Gegenargument.

Und solange der Kreis nicht offenlegt, was die Umstellung tatsächlich kosten würde, nimmt ihm das „sehr teuer“ auch keiner einfach so ab. Schließlich fahren gerade in Melle haufenweise TE-Kennzeichen herum und es ist nicht anzunehmen, dass der Kreis Steinfurt sich in Schulden gestürzt hat, um Kennzeichen-Romantiker zu befriedigen. Dort wurden bis Ende 2016 über 30 000 Alt-Kennzeichen ausgeben. Die Nachfrage ist also da. Ab auf den Highway to MEL.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN