Der große Turnhallencheck: Eicken Komplimente für den Vereinsraum in Eicken


Melle. Stolz führt Frank Honerkamp den Besuch in das Vereinsheim der Eickener Spielvereinigung. „Darum beneiden uns viele“, sagt er und deutet auf den großen, hellen Raum mit Theke und Zugang zu einer großen Terrasse. Die Halle, ja, die ist auch gut, meint er. Doch das Herzstück des Vereins ist offensichtlich der Vereinsraum. Als 2001 die Halle gebaut wurde, nahm der Verein Geld in die Hand und zog nebenan noch den Raum hoch.

Eicken-Bruche war der einzige Stadtteil, der bis vor 16 Jahren gar keine Turnhalle hatte. Die Sportler des ESV mussten immer in andere Hallen in der Stadt fahren, mal nach Melle-Mitte, mal nach Buer. „Ich bin früher mit dem Fahrrad und später mit dem Mofa nach Buer gefahren“, erinnert sich Honerkamp. Obwohl der Verein nun über eine eigene, große Halle verfügt, ist diese ständig ausgebucht. „Das ist ausgereizt, da sind keine Stunden mehr frei“, sagt Honerkamp. Den Eickenern fehle ein Gymnastikraum. Dieser Sportbereich wachse stark.

Handball ist ganz groß

Die Halle ist eine typische Zwei-Feld-Halle, die durch einen Vorhang in zwei Teile zu einem Drittel und zwei Dritteln aufgeteilt werden kann. Vier Umkleiden und zwei Duschen sind ebenfalls Standard in Hallen dieses Bautyps. Genutzt wird die Halle für den Schulsport sowie für Ballsportarten. Handball ist in Eicken ganz groß. Mit etwas Glück schaffen die Handballer den Aufstieg in die Verbandsliga. „Im Dorf hat es nie Fußball gegeben. Deshalb ist das hier die absolute Handball-Hochburg“, erklärt Honerkamp.

Geräteraum etwas zu klein

Obwohl die Sporthalle noch relativ neu ist, hätte Honerkamp schon Verbesserungsvorschläge. Der Geräteraum ist seiner Meinung nach etwas zu klein ausgefallen. Außerdem fehlt ein separater Raum für die Reinigungsmaschine und Putzzeug. Vorteilhaft sei natürlich die Größe. Auf die Tribüne passen 200 Zuschauer. Je nachdem, wen die Eickener Handballer zu Gast haben, wird es jedoch eng mit den Plätzen auf der Tribüne. Bei wichtigen Begegnungen, überlegt Honerkamp bereits, könne man das Spiel in den Vereinsraum übertragen. Dort gibt es eine Leinwand und einen Beamer. Auch im Foyer der Halle hängt ein Bildschirm. Darüber lässt Honerkamp normalerweise Willkommensgrüße für Gastmannschaften laufen. Von diesen Mannschaften bekommen die Eickener immer Komplimente für ihre Halle und den Vereinsraum, betont Honerkamp.

Treffpunkt in Eicken

Da es in Eicken keine anderen Räume für größere Gruppen gibt, nutzen auch die Senioren das Angebot des Vereins und treffen sich dort zum Frühstück. Der Vereinsraum gehört also schon längst nicht mehr nur den Sportlern in Eicken, sondern allen Bürgern.


Zahlen, Daten, Fakten

Turnhalle Eicken-Bruche:

  • 2-Feld-Halle
  • Baujahr: 2001
  • Größe: 44 x 22 Meter
  • Auslastung: 3200 Stunden pro Jahr

Eickener Spielvereinigung:

  • 550 Mitglieder
  • 20 Abteilungen

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