Reiten für den guten Zweck Melle: Spendenritt quer durchs Kirchspiel Buer

Von Conny Rutsch



Buer. Reiten macht Spaß, klar. Wenn es aber dann noch um einen guten Zweck geht, ist die Motivation besonders hoch. Diese Erfahrung machte am Sonntag Sandy aus dem „Haus im Elfenland“ in Buer.

Unter der Leitung der Erzieherin Nicole Dieckmann kommen die Kinder dieser Einrichtung in den Genuss des bildenden Umgangs mit Pferden, und Sandy freute sich besonders darauf, die bundesweite Spendenaktion zu unterstützen und hatte auch gleich ihre Freundin Luisa mit zu dem Ritt eingeladen.

Pause für die Pferde

Frühmorgens hieß es also, die Pferde zu putzen, zu satteln und für den ausgedehnten Ritt auszurüsten. Und auch die Reiterinnen hatten sich mit weißen Reithosen, langen schwarzen Stiefeln und grünen Pullis schick gemacht.

Dann startete Nicole Dieckmann auf Sladari und Sandy ebenfalls auf einem Islandpferd namens Skjoni sowie Luisa auf Petit Garcon. Vom „Haus im Elfenland“ ritten die jungen Frauen über den Bussdieck aus Sehlingdorf hinaus über den Friedenshöheweg nach Markendorf mit kurzer Pause am Grünen See. Am Fuße des Großen Kellenberges gab es für die Pferde in einem abgezäunten Paddock eine Pause und die jungen Leute eine große Portion Kuchen und Obst, bevor sie sich auf den Rückweg machten.

Von vielen Orten im gesamten Bundesgebiet veranstalteten Fachkräfte aus dem Bereich der Pferdegestützten Intervention wie Reittherapie, Reitpädagogik und Hippotherapie am Sonntag den dritten Spendenritt mit dem Ziel, möglichst viel Geld zusammenzureiten.

Therapie mit Tieren

Die pro Kilometer von Sponsoren gespendeten Gelder gehen an gemeinnützige Vereine, die für ihre Klienten die Reittherapie nicht selber tragen können und doch in den Genuss der Arbeit mit Pferden kommen sollen. Für Traumatisierungen, Depressionen, Essstörungen, chronische Erkrankungen, geistige und körperliche Behinderungen und etliche Krankheitsbilder mehr, kann die Therapie mit den Tieren hilfreich sein.

Der Träger des „Hauses im Elfenland“, eine Firma für Tierbedarf aus dem benachbarten Westfalen sowie zwei weitere private Spender gaben für jeden gerittenen Kilometer zehn Euro, einige sogar noch mehr. Insgesamt brachten die jungen Leute von der 23,21 Kilometer langen Strecke 520 Euro mit nach Hause.

Nicole Dieckmann, Sandy und Luisa freuen sich darüber, dass sie das Geld an die Diakonische Stiftung Wittekindshof weitergeben können. Damit werden ältere Erwachsene mit Beeinträchtigungen wie Autismus in den Genuss der Therapie mit Pferden kommen.


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