Munter und lebenslustig Lamm Hugo fühlt sich auf Gnadenhof in Melle wohl

Von Sigrid Sprengelmeyer

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Melle. Erst vor wenigen Wochen erblickte das Kamerunlamm Hugo das Licht der Welt. Auf dem Gnadenhof Brödel in Melle fühlt sich Hugo inzwischen pudelwohl.

Auf der großen Weide des Brödel Gnadenhofs in Westerhausen wird es hektisch, als sich Kai Behncke mit einem großen blauen Eimer mit Rübenhackschnitzel nähert: Die Schafe King, Ilse mit Nachwuchs, Marie, Kuno und Lola stürmen heran, und jeder möchte der Erste am Eimer sein. Hinter der Rasselbande schaut sich selbstbewusst und neugierig das inzwischen sechs Wochen alte Kamerunböckchen Hugo das lebhafte Treiben an. Hugo erblickte Anfang März im Bauwagen des Gnadenhofs das Licht der Welt. Aus dem winzig kleinen Lamm, das nicht viel größer als eine Handvoll ist, ist mittlerweile ein stattlicher kleiner Bock geworden. Munter blickt er in seine kleine Gnadenhofwelt, immer dicht an der Seite von seiner Mutter Lola: „Wir haben Glück mit ihm, er trinkt sehr gut und mümmelt das Heu genüsslich. Am liebsten liegt er, wenn alle hektisch umherlaufen, entspannt in der Sonne“ berichtet Kai Behncke lachend.

Patchworkfamilie

Und ganz tapfer ist der Kleine. Ganz unbeeindruckt ist er, wenn die Ponys nach ihm ausschlagen, weil er mal wieder zu nah und zu keck herangekommen ist: „Hugo ist zwar gewachsen, aber die Huftritte fegen Gott sei Dank immer über ihn hinweg“, erzählt der Gnadenhofbetreiber weiter.

Und auf Hugo warten in den nächsten zwei Wochen noch aufregende Ereignisse. Zum einen das Setzen der vorgeschriebenen Ohrmarken, ein Prozedere, das auch Kai Behncke nicht kaltlässt. Zum anderen werden sich die tierischen Jungs, wie auch Hugo in seinem zarten Alter, einer Kastration unterziehen müssen. Es bleibt also spannend auf dem Gnadenhof. Kai Behncke bekräftigte, dass alle Tiere ihren Lebensabend auf dem Gnadenhof verbringen werden. Keines wird abgegeben. Grade zu Ostern erreichten den Gnadenhof viele Anfragen, ob die Schafe und Ziegen zum Schlachten verkauft werden würden:

„Wir sind ein Gnadenhof, wir haben die Tiere nicht zu uns geholt, damit wir sie irgendwann zum Schlachten verkaufen“, erklärt Behncke, sichtlich entsetzt über diese Vorstellung. Die Patchworkfamilien aus Schafen und Ziegen halten zusammen und kümmern sich rührend um Hugo, berichtet Behncke, aber den Kampf um den Rübenschnitzeleimer hat dieses Mal Ziege Marie gewonnen. Sie steckte den Kopf tief in den Eimer, und niemand anderes hatte in diesem Moment die Chance, auch nur eine Kleinigkeit davon zu ergattern.


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