Der große Turnhallencheck: Riemsloh Probleme mit Schimmel im Geräteraum in Riemsloh


Riemsloh. In Riemsloh müssen die Sportler und Übungsleiter gar nicht lange nach Schwachstellen in Sporthallen suchen. Die schwarzen Schimmelsporen an der Wand des Geräteraums in der großen Turnhalle an der Jahnstraße sind nicht zu übersehen. Deshalb steht die Sanierung der Wand ganz oben auf der Wunschliste der Verantwortlichen beim TSV Riemsloh. Außerdem nutzen die Sportler noch zwei weitere Hallen – eine in Bennien und eine am Jibi-Markt in Riemsloh.

Ratlos schauen Hans-Martin Oberschelp, Anika Peters und Lena Neumann auf die Flecken an der Wand. Davor stehen etwas abgerückt die Turngeräte, ein Barren, verschiedene Kästen, ein Schwebebalken. Über die Ausstattung der Halle könne man gar nicht meckern. Genügend Geräte und Materialien für verschiedene Sportarten seien vorhanden. Und auch die Duschen und Umkleiden seien vor ein paar Jahren renoviert worden. „Aber hier haben wir ein erhebliches Problem mit Feuchtigkeit“, erklärt Oberschelp, der stellvertretende Vorsitzende des TSV Riemsloh. Die Tore zum Geräteraum stünden seit geraumer Zeit offen, damit die Luft besser zirkulieren könne und sich die Feuchtigkeit nicht so festsetze, ergänzt Übungsleiterin Anika Peters.

Auch im Sommer kühl

Trotz dieses gravierenden Mangels sieht Anika Peters auch einige Vorteile in der Halle direkt neben der Schule. „Diese Halle ist immer schön kühl, im Sommer ist das super“, sagt sie. Außerdem sei sie teilbar, sodass zwei Gruppen gleichzeitig trainieren könnten. Für Wettkämpfe fehle jedoch eine Tribüne.

Flexibilität ist ein Vorteil

In der kleinen Halle am Jibi-Markt drängen sich die Tischtennisspieler um sechs Platten. Die Halle ist direkt mit einem Veranstaltungsraum verbunden, sodass die Halle mithilfe der Schiebetür vergrößert werden kann. Die Flexibilität in der kleinen Halle kommt vielen kleinen Gruppen, beispielsweise Seniorensportgruppen oder Tanzgruppen entgegen. „Wenn hier aber auf der einen Seite die Senioren Gymnastik oder Entspannungsübungen machen und auf der anderen Seite die Mädchen tanzen, wird es manchmal schwierig. Dann ist die Musik zu laut“, erzählt Lena Neumann. Ein Nachteil sei auch der rutschige Holzboden, meint Oberschelp. „An einigen Stellen ist der Boden stumpf, an anderen glatt, sodass sich da schon jemand verletzt hat“, berichtet er.

Halle in Bennien sehr klein

Damit überhaupt alle Gruppen trainieren können, nutzt der TSV noch die Turnhalle in Bennien an der Sandhorstschule. Auch sie ist in die Jahre gekommen. „Die Halle ist sehr klein. Wenn wir hier mit 30 Kindern turnen, wird es eng“, erzählt Lena Neumann. Zudem würde sie die Löcher im Boden für Turnstangen gar nicht mehr aufkriegen, sodass bestimmte Geräte nicht aufgebaut werden können, erläutert sie weiter. Etwas Positives gibt es jedoch an dieser Halle: „Der Hausmeister ist super, der kümmert sich sofort, wenn irgendetwas ist“, sagt Lena Neumann.

Lange Wunschliste

„Was uns fehlt, ist ein separater Übungsraum“, bedauert Hans-Martin Oberschelp die Situation. Die Belegung der Hallen durch die Schulen schränke die Zeiten für den TSV immer mehr ein. Und da wäre der Ausbau des Raums unter der Turnhalle eine Hilfe, um die Raumnot zu lindern. Doch Oberschelp ist Realist. Er weiß, dass die Riemsloher nicht die einzigen Sportler in Melle sind, deren Wunschliste schon recht lang ist. Den Schimmel, den will er allerdings so schnell wie möglich loswerden.


Zahlen, Daten, Fakten

Alte Turnhalle:

  • 1-Feld-Halle
  • Baujahr: 1954
  • Größe: 20 x 10 Meter
  • Auslastung: 1400 Stunden pro Jahr

Neue Turnhalle:

  • 2-Feld-Halle
  • Baujahr: 1970
  • Größe: 32 x 18 Meter
  • Auslastung: 2100 Stunden pro Jahr

TSV Riemsloh:

  • 1300 Mitglieder
  • 11 Abteilungen

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